Forschung

Neuer Supercomputer der TU Ilmenau wird mit acht Millionen Euro gefördert

In Ilmenau werden acht Millionen Euro für einen Hochleistungsrechner investiert. Ab 2028 sollen alle Hochschulen des Freistaats davon profitieren.

OAZ
2 Min
Die TU Ilmenau rüstet sich für das KI-Zeitalter und investiert zu diesem Zweck in einen Hochleistungsrechner.

Die TU Ilmenau rüstet sich für das KI-Zeitalter und investiert zu diesem Zweck in einen Hochleistungsrechner.

© Westlight/IMAGO

An der Technischen Universität Ilmenau soll ein Hochleistungsrechner entstehen, der allen zehn staatlichen Hochschulen des Freistaats ab 2028 zur Verfügung stehen wird. Thüringens Wissenschaftsminister Christian Tischner (CDU) übergab am Donnerstag einen Fördermittelbescheid über rund acht Millionen Euro an das IT-Zentrum der Thüringer Hochschulen, wie das Ministerium mitteilte.

„Wer in der internationalen Forschung mithalten will, braucht leistungsfähige digitale Infrastruktur“, erklärte Tischner bei der Übergabe. Der neue Rechner soll die Kapazitäten schaffen, die für Forschung im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) nötig sind – also für Aufgaben, bei denen große Datenmengen verarbeitet oder komplexe Berechnungen durchgeführt werden müssen.

Technisch handelt es sich um einen Supercomputer, der die Rechenleistung hunderter Prozessoren und Hochleistungsgrafikkarten bündelt. Damit lassen sich Aufgaben bewältigen, für die gewöhnliche Computer Jahre bräuchten. Eingesetzt werden soll die Anlage laut Ministerium in unterschiedlichsten Disziplinen – von Strömungssimulationen über Materialforschung bis hin zu Anwendungen des Maschinellen Lernens, einem Teilgebiet der KI, bei dem Algorithmen aus großen Datenmengen eigenständig Muster erkennen.

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Zentraler Knotenpunkt für KI-gestützte Forschung

Die Finanzierung des Vorhabens ruht auf mehreren Säulen: 60 Prozent der Mittel stammen aus EU-Fördertöpfen, 20 Prozent trägt das Land Thüringen, und die Hochschulen selbst steuern zehn Prozent bei. Das Projekt ist Teil einer im Regierungsvertrag festgeschriebenen Strategie, das IT-Zentrum der Hochschulen zu einem sogenannten IT-Systemhaus weiterzuentwickeln. Dieses Zentrum, das Standorte an der TU Ilmenau und an der Friedrich-Schiller-Universität Jena unterhält, soll künftig zentrale IT-Dienste für sämtliche Hochschulen im Freistaat bereitstellen.

Tischner betonte, dass mit der Investition die technologische Grundlage geschaffen werde, „damit Wissenschaftler an allen Thüringer Hochschulen auf dem Niveau arbeiten können, das die Forschung im Zeitalter Künstlicher Intelligenz erfordert“. Das IT-Zentrum solle so zu einem zentralen Knotenpunkt für KI-gestützte Forschung in Thüringen werden.

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