Der Präsident des Thüringer Museumsverbandes, Roland Krischke, hat die anhaltende Ungewissheit bei der Vergabe von Landesfördermitteln kritisiert. „Es kann nicht sein, dass man Mitte Mai noch nicht weiß, wohin der Hase läuft“, sagte Krischke der Deutschen Presse-Agentur. Die sogenannte Projektförderung in Höhe von insgesamt 400.000 Euro sei vor allem für kleine Häuser mit geringem Etat von großer Bedeutung.
Hintergrund ist nach Angaben des Verbandes eine Finanzierungslücke im Landeshaushalt, die im Jahresverlauf durch Einsparungen der Ministerien geschlossen werden müsse. Die Spitze des Kulturministeriums habe darüber bislang nicht entschieden. Auch um die Finanzierung des Volontariatsprogramms für den wissenschaftlichen Museumsnachwuchs gebe es erneut Unklarheiten; die Einstellung des Programms war erst im vergangenen Jahr verhindert worden.
Staatssekretär Steffen Teichert vom Kulturministerium sagte, die sogenannte globale Minderausgabe belaufe sich für den Doppelhaushalt 2026/27 auf 210 Millionen Euro, davon entfielen rund 72 Millionen Euro auf sein Haus. Die institutionelle Förderung solle bald freigeschaltet werden, bei den Projektmitteln werde man „noch einige Zeit brauchen“. Hier seien „moderate Kürzungen“ zu erwarten.
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Bereits 2025 gab es Verzögerungen bei den Fördermitteln
Schon im vergangenen Jahr hatten die Museen vor Unsicherheiten bei der Finanzierung gewarnt. Damals war der Landeshaushalt erst im April beschlossen worden, mit Fördermittelbescheiden konnten die Häuser nach Angaben des Verbandes frühestens im Mai rechnen. Verbandsvizepräsidentin Franziska Zschäck hatte darauf verwiesen, dass die lange Wartezeit die Programmplanung erschwere, insbesondere für Häuser mit Jubiläumsprogramm.
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Am Internationalen Museumstag beteiligten sich nach Verbandsangaben rund 90 Häuser in Thüringen mit Veranstaltungen. Zentral eröffnet wurde der Tag im Metallhandwerksmuseum Steinbach-Hallenberg. Zum Museumsverband gehören rund 240 Häuser, die jährlich von fast vier Millionen Menschen besucht werden.
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