In Mühlengeez haben das Technische Hilfswerk (THW) und der Netzbetreiber WEMAG Netz am Samstag die Notstromversorgung bei einem Stromausfall geübt. Das teilte die WEMAG mit. Zwölf THW-Fachkräfte aus den Ortsverbänden Rostock, Schwerin, Wismar, Gadebusch und Ludwigslust brachten drei Stromerzeuger mit einer Gesamtleistung von 400 Kilovoltampere mit. Vom Netzbetreiber waren sieben Mitarbeiter mit einem Aggregat von 125 Kilovoltampere dabei.
Geübt wurde an zwei Stellen. Zum einen schlossen die Helfer die Aggregate im laufenden Betrieb an eine Ortsnetzstation an und übernahmen die Versorgung ohne Unterbrechung. Zum anderen ging es um die sogenannte kalte Redundanz: Dabei überwacht ein Stromerzeuger selbst das Netz, startet bei einer Störung automatisch und liefert Strom, bis das öffentliche Netz wieder läuft. Außerdem spielten die Beteiligten durch, wie sich Kabel bei sehr schlechtem Wetter montieren lassen.
THW-Gruppenführer Jan Morgenstern aus Wismar sagte, man habe Bedien- und Schalthandlungen durchgesprochen und geprüft, ob die Anschlüsse zusammenpassen. Jens Hohensee, Leiter der Netzregion Nord, verwies darauf, dass man im Ernstfall die Ansprechpartner und die Technik des Partners kenne. Die Zusammenarbeit beider Seiten begann nach der Elbeflut 2013; 2014 folgte ein Kooperationsvertrag.
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