Hollywood

Tom Hanks und sein Trabi: Was aus dem DDR-Geschenk aus Brandenburg wurde

Ein Ministerpräsident, ein Hollywood-Star und ein himmelblauer Kombi aus Sachsen. Elf Jahre später ist klar, wo das Kultauto heute steht – und wer es dort nie besucht.

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US-Schauspieler Tom Hanks 2014 in Eisenhüttenstadt

US-Schauspieler Tom Hanks 2014 in Eisenhüttenstadt

© Moz /Gerd Markert/dpa

Der US-Schauspieler Tom Hanks hat seinen 2014 in Eisenhüttenstadt geschenkt bekommenen Trabant-Kombi an ein Museum in Los Angeles weitergegeben. Der himmelblaue Wagen steht seit 2016 im Petersen Automotive Museum, wie ein Mitarbeiter der PR-Abteilung dem Berliner Kurier bestätigte. Hanks selbst besuche das Auto dort nicht, hieß es.

Übergeben worden war der Wagen dem Hollywood-Star seinerzeit von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Hanks war damals wegen Dreharbeiten zum Film „Ein Hologramm für den König“ in Deutschland und machte von den Studios in Babelsberg einen Abstecher nach Eisenhüttenstadt. Organisiert hatten das Geschenk die Landesregierung und eine Lokalzeitung. Der Wagen gehörte zuvor einem Mann aus Frankfurt (Oder).

Bereits 2011 im DDR-Museum

Es war nicht der erste Besuch des Schauspielers in Eisenhüttenstadt. Bereits 2011 hatte sich Hanks laut Bericht im dortigen DDR-Museum über das Leben in Ostdeutschland informiert. Hintergrund waren Planungen für einen Film über den US-Sänger und Schauspieler Dean Reed, der in die DDR übergesiedelt und dort in den 80er-Jahren unter ungeklärten Umständen gestorben war. Das Filmprojekt „Comrade Rockstar“ wurde nicht realisiert. Bei dem Museumsbesuch habe sich Hanks jedoch für den Trabant begeistert, berichtet der Berliner Kurier.

Nach der Übergabe 2014 drehte Hanks zusammen mit Woidke einige Runden mit dem Wagen und kündigte an, das Fahrzeug in den USA an ein Museum weiterzugeben.

„Nicht so spannend“

Das Petersen Automotive Museum wurde vom Verleger und Autosammler Robert E. Petersen gegründet und beherbergt nach eigenen Angaben rund 300 Oldtimer. Der Trabant von Hanks steht laut Museumsangaben im sogenannten „Vault“, einem Tresorraum mit besonderen Fahrzeugen. Weitergehende Fragen des Berliner Kurier zu dem Wagen beantwortete das Museum nicht. Der PR-Mitarbeiter erklärte lediglich, die Geschichte des Autos sei „nicht so spannend, wie wir es uns erhofft hatten“. Aktuelle professionelle Aufnahmen des Fahrzeugs lägen nicht vor.

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Auch eine Anfrage bei der Agentur von Tom Hanks blieb dem Bericht zufolge unbeantwortet.

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