Bei dem toten Buckelwal, der vor der dänischen Ostseeinsel Anholt im Meer treibt, handelt es sich um den „Timmy“ genannten Wal, der zuvor mehrfach in der Ostsee strandete. Das bestätigte die dänische Naturschutzbehörde der Nachrichtenagentur Ritzau.
Mitarbeiter der Behörde konnten am Samstag bei günstigen Wetterbedingungen einen Sender bergen, der auf dem Rücken des Tieres befestigt war. Auch der Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Till Backhaus (SPD) bestätigte den Tod des Buckelwals am Samstag.
„Viele Menschen haben großen Anteil an dem Schicksal des Tieres genommen und gehofft, dass es gelingen würde, den Wal wieder in die Freiheit zu entlassen. Auch ich habe diese Hoffnung geteilt“, so Backhaus. „Leider hat das Tier seine Chance nicht nutzen können“. Backhaus bedankte sich bei den dänischen Behören, die „uns in diesen schweren Stunden unbürokratisch unterstützt hat, das Schicksal des Wals endgültig zu klären“. Wie genau es mit dem toten Wal weitergehen soll, sei noch unklar.
Private Initiative wollte „Timmy“ retten
Der Kadaver liegt nach Angaben der dänischen Umweltbehörde Miljøstyrelsen seit Donnerstag rund 75 Meter vor der Küste von Anholt im Kattegat. Bereits zuvor hatte der örtliche Naturaufseher Morten Abildstrøm erklärt, sowohl deutsche als auch dänische Forscher gingen davon aus, dass es sich „höchstwahrscheinlich“ um Timmy handle. Abildstrøm schätzte die Länge des Tieres gegenüber dem Sender TV 2 Østjylland auf 10 bis 15 Meter.
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„Timmy“ war Ende März erstmals vor Timmendorfer Strand an der deutschen Ostseeküste gestrandet. Nach mehreren weiteren Strandungen wurde er von einer privaten Initiative am zweiten Mai in den Skagerrak gebracht und dort freigelassen. Der zuvor am Tier angebrachte Sender lieferte zuletzt keine Daten mehr, wie die Geldgeberin der Initiative, Karin Walter-Mommert, mitgeteilt hatte.
Über den Umgang der Wal-Initiative mit den Trackerdaten war zwischenzeitlich eine Debatte entbrannt, in die sich nach Angaben der Berliner Zeitung auch das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern eingeschaltet hatte.
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