Am Ausweichstandort der Schule Rückmarsdorf an der Alten Dorfstraße in Leipzig ist das Trinkwasser verunreinigt. Das ergab eine abschließende Probe am Donnerstagnachmittag, wie das Amt für Schule der Stadt Leipzig mitteilte. Trotzdem beginnen Schule und Hort für die rund 140 Kinder am Montag, 26. Oktober, nach den Herbstferien in dem Gebäude.
Alle früheren Proben waren ohne Befund. Die letzte Probe war nötig, weil der vorübergehende Wasseranschluss durch den festen Hausanschluss ersetzt wurde. Als Übergangslösung soll ein Filtersystem eingebaut werden, abgestimmt mit dem Gesundheitsamt Leipzig. Zusätzlich stellt die Stadt für die Kinder gesondert Trinkwasser bereit. Die Waschbecken in Sanitärräumen und Klassenzimmern werden damit nicht als Trinkwasserquelle genutzt.
Die Ursache ist noch offen; Eltern, Schule und Hort sollen fortlaufend informiert werden, die nächste Zwischeninformation ist für den 30. Oktober angekündigt. Schulamtsleiter Peter Hirschmann sagte: „Die Sicherheit und Gesundheit aller Kinder und Lehrkräfte hat für uns oberste Priorität.“
Am Montag empfängt das Interim die Kinder bereits zum Frühhort und zum Unterricht. Die Ausgabeküche für das Mittagessen fehlt noch. Bis sie steht, spätestens in vier Wochen, gibt es das Essen in Assietten, also in vorgefertigten Portionsschalen. Die Genehmigung des Landesjugendamtes für den Hort liegt vor.
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Eigentlich sollte die Schule schon in den Sommerferien von der Straße An der Friedenseiche in das rund 300 Meter entfernte Interim ziehen. Die Stadt verschob den Umzug im Juli, weil der Bau nicht fertig war; auch damals ging es laut Stadt Leipzig unter anderem um die noch nicht gesicherte Trinkwasserversorgung. Der bisherige Standort wird zu einer zweizügigen Grundschule für 246 Kinder mit Essensversorgung und Hort ausgebaut.
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