USA

Trump droht Kanada und EU bei Zusammenarbeit mit „weitaus höheren Zöllen“

Der US-Präsident droht der EU und Kanada mit weiteren Zöllen. Erst am Mittwoch hatte er Einfuhrabgaben auf Autoimporte angekündigt.

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US-Präsident Donald Trump hat Zölle auf Autoimporte verhängt – und droht Kanada und der EU mit weiteren Einfuhrabgaben.

US-Präsident Donald Trump hat Zölle auf Autoimporte verhängt – und droht Kanada und der EU mit weiteren Einfuhrabgaben.

© ZUMA Press Wire/imago

US-Präsident Donald Trump hat gedroht, neue Zölle gegen Kanada und die EU zu verhängen, sollten sie zusammenarbeiten, „um den USA wirtschaftlichen Schaden zuzufügen“. In diesem Fall wolle er noch höhere Einfuhrabgaben erheben, erklärte Trump am Donnerstag in einem Beitrag auf seinem Onlinedienst Truth Social. Demnach sollen die neuen Zölle „weit über das hinausgehen, was derzeit geplant ist“. Das Vorgehen sei nötig, um „den besten Freund zu schützen, den jedes dieser beiden Länder je hatte“.

Am Mittwoch hatte Trump angekündigt, dass er einen Zoll von 25 Prozent auf „alle Autos, die nicht in den USA hergestellt werden“ erheben werde. Die Abgaben werden ab dem 3. April erhoben. „Das wird das Wachstum weiter ankurbeln“, sagte der Präsident demnach. Durch die zusätzlichen Kosten, die durch die Zölle entstehen, verspricht er sich eine stärkere Produktionsverlagerung in die USA.

Da die meisten Autohersteller jedoch international tätig sind und in verschiedenen Ländern produzieren, müsse mit höheren Fahrzeugpreisen gerechnet werden, berichtet etwa die Nachrichtenagentur AP. Es könne demnach Jahre dauern, bis die Unternehmen die von Trump erhofften neuen Fabriken planen, bauen und eröffnen.

Trump über Handelsbeziehungen: „Diese Zeiten sind vorbei“

Kanadas Premierminister Mark Carney kritisierte die Entscheidung des US-Präsidenten. „Dies ist ein sehr direkter Angriff“, so Carney. „Wir werden unsere Arbeiter verteidigen. Wir werden unsere Unternehmen verteidigen. Wir werden unser Land verteidigen.“ EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete die Zölle als Steuern, die  „schlecht für Unternehmen und noch schlechter für Verbraucher in den USA und der Europäischen Union gleichermaßen“ seien.

In den vergangenen Wochen hatte die Trump-Regierung bereits Zölle auf zahlreiche Importe erhoben oder angekündigt, darunter auf Produkte aus der EU, Kanada, Mexiko und China. Zudem hatte Trump mehrmals betont, ab dem 2. April Zölle auf weitere Waren aus Ländern zu erheben, die US-Produkte mit eigenen Zöllen und Steuern belegt haben.„Jahrelang wurden wir von praktisch jedem Land der Welt, ob Freund oder Feind, abgezockt. Aber diese Zeiten sind vorbei“, schrieb er am Donnerstag in einem weiteren Truth-Social-Post.

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