US-Präsident Donald Trump hat erklärt, er sei jederzeit zu einem Treffen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin bereit, warnte aber gleichzeitig, dass er Sanktionen gegen Russland verhängen werde, wenn es nicht über ein Ende des Ukrainekrieges verhandle.
Auf die Frage, ob er die Verhängung zusätzlicher Sanktionen gegen Russland in Betracht ziehen würde, antwortete Trump am Dienstag: „Klingt wahrscheinlich“. Er nannte jedoch keine weiteren Einzelheiten. Der US-Präsident sagte, dass seine Regierung auch die Frage der Lieferung von Waffen an die Ukraine prüfe, und fügte hinzu, dass seiner Ansicht nach die Europäische Union mehr tun sollte, um das vom Krieg zerrüttete Land zu unterstützen. Dabei wiederholte er seine frühere Forderung, die Nato-Partnerländer sollten ihre Verteidigungsausgaben deutlich auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erhöhen. „Es betrifft sie mehr als uns“, betonte Trump. „Wir haben ja einen Ozean dazwischen, nicht wahr? Diese kleine Sache namens Ozean.“
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Der neue US-Präsident äußerte sich auch zu den hohen Opferzahlen in dem Krieg. Dabei behauptete er, dass die tatsächlichen Verluste auf beiden Seiten nicht vollständig veröffentlicht würden: „Viel mehr Menschen sind gestorben, als Sie berichten“, wandte sich Trump an die anwesenden Journalisten. „Ich mache Ihnen keinen Vorwurf, vielleicht liegt es an unserer Regierung, die diese Zahlen nicht veröffentlichen will.“
Zudem wiederholte Trump, dass Russland die Ukraine niemals angegriffen hätte, wenn er im Amt geblieben wäre. „Ich hatte ein sehr gutes Einvernehmen mit Putin. Das wäre nie und nimmer passiert. Er hat Biden nicht respektiert. Ganz einfach. Er respektiert Menschen nicht. Er ist klug. Er versteht das“, so Trump weiter. Der Republikaner zeigte sich zudem offen für Gespräche mit dem Kremlchef und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj: „Wann immer sie wollen, werde ich mich mit ihnen treffen.“ Selenskyj wolle gerne Frieden haben, führte Trump aus. „Aber zum Tango gehören immer zwei.“
Trump verriet auch, dass er den chinesischen Präsidenten Xi Jinping zum Eingreifen aufgefordert hatte, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. „Er hat in dieser Hinsicht nicht viel getan. Er hat eine Menge ... Macht, so wie wir eine Menge Macht haben. Ich sagte: ‚Ihr solltet das regeln.‘ Wir haben darüber diskutiert“, so der US-Präsident. (mit dpa)
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