Iran-Krieg

Bericht: Trump lehnt iranischen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus ab

US-Präsident Donald Trump soll einen iranischen Vorschlag über eine Öffnung der Straße von Hormus abgelehnt haben. Unterdessen meldet Saudi-Arabien neue abgefangene Huthi-Angriffe.

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US-Präsident Donald Trump

US-Präsident Donald Trump

© Manuel Balce Ceneta/AP

Der Iran hat vorgeschlagen, die Straße von Hormus innerhalb von sieben Tagen wieder zu öffnen und die Kampfhandlungen im Nahen Osten vorübergehend auszusetzen. US-Präsident Donald Trump hat einen entsprechenden Vorschlag einem Medienbericht zufolge jedoch zurückgewiesen. 

Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf US-Vertreter berichtet, lehnt Trump den iranischen Vorschlag für eine siebentägige Waffenruhe ab. Der US-Präsident rechne demnach damit, dass die Angriffe auf den Iran nach den Kongress-Zwischenwahlen in den USA im November wieder aufgenommen werden könnten.

Trump bezweifle, dass Teheran die Forderungen Washingtons erfüllen werde, berichtete das Wall Street Journal. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht nach eigenen Angaben zunächst nicht unabhängig bestätigen.

Iran fordert Ende der US-Seeblockade

Irans Außenminister Abbas Araghtschi hatte laut Reuters am Freitag vor Journalisten bei den Vereinten Nationen erklärt, dass mit einer Zustimmung der USA eine siebentägige Frist für die Wiederöffnung der Straße von Hormus beginnen würde. Zugleich sollten die Kampfhandlungen in der Region ausgesetzt werden. Anschließend könnten Gespräche über weitere Themen aufgenommen werden, auf die sich beide Seiten verständigen.

Der Iran wartete am Samstag nach Angaben von Reuters weiterhin auf eine offizielle Antwort der US-Regierung. Der Vorschlag sei bei der UN-Generalversammlung in New York vorgestellt und über Vermittler aus Katar an die USA übermittelt worden.

Im Gegenzug verlangt Teheran nach Angaben Araghtschis ein Ende der US-Seeblockade iranischer Häfen, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte und die Aufhebung der Sanktionen gegen iranische Ölexporte. Die Vereinbarung solle zudem die Einstellung der Kämpfe an allen Fronten einschließlich des Libanon umfassen.

Streit um Atomprogramm bleibt bestehen

Wie das Wall Street Journal berichtete, besteht die US-Regierung darauf, die Seeblockade aufrechtzuerhalten. Washington setze darauf, dass der wirtschaftliche Druck den Iran zu einer Vereinbarung zu US-amerikanischen und arabischen Bedingungen bewegen werde.

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Auch das iranische Atomprogramm könnte Gegenstand weiterer Verhandlungen werden. Araghtschi stellte laut Reuters Gespräche darüber für den Fall einer Einigung mit den USA in Aussicht. Ein hochrangiger iranischer Vertreter hatte der Nachrichtenagentur jedoch am Freitag erklärt, Teheran werde bei seinem Atomprogramm keine Zugeständnisse machen. Das gelte auch für die Urananreicherung und die Ausfuhr hoch angereicherten Urans.

Saudi-Arabien meldet abgefangene Huthi-Angriffe

Unterdessen meldete die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition am Samstag neue Angriffe der Huthi-Miliz. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters fing die Luftabwehr zwei ballistische Raketen und zwei Drohnen ab. Die Geschosse seien in Richtung der Stadt Chamis Muschait und der Hauptstadt Riad unterwegs gewesen.

Die vom Iran unterstützten Huthi haben laut AFP große Teile der jemenitischen Küste unter ihre Kontrolle gebracht. Die Miliz hatte im Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und greift seither Ziele in dem Land an. Die Angriffe richten sich demnach gegen Städte, Energieanlagen und den Schiffsverkehr.

Angesichts der zunehmenden Spannungen berieten die Militärführungen Saudi-Arabiens, Pakistans und der Türkei am Freitag in Riad über die Sicherheitslage. Die drei Staaten hatten im August ein gemeinsames Verteidigungsabkommen geschlossen.

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