Amerikanische Unterhändler wollen in Saudi-Arabien getrennt Gespräche mit Delegationen aus der Ukraine und Russland über eine Waffenruhe führen. Am heutigen Sonntag will die Delegation der USA mit ukrainischen Vertretern sprechen. Am Montag soll dann ein Treffen der Unterhändler mit russischen Regierungsvertretern stattfinden. Vor diesem Hintergrund berichtet Bloomberg, dass das Weiße Haus bis Ostersonntag, also bis zum 20. April, einen Waffenruhe-Deal anstrebt.
Die Quellen der Nachrichtenagentur räumen jedoch ein, dass dieser Zeitplan angesichts der großen Diskrepanzen zwischen den Positionen der beiden Seiten möglicherweise nicht eingehalten werden kann.
US-Präsident Donald Trump hatte bekanntlich versprochen, den Krieg in der Ukraine innerhalb von 24 Stunden zu beenden. Als er letzte Woche in einem Interview gefragt wurde, warum dies noch nicht geschehen sei, behauptete er, sein Wahlkampfversprechen sei „ein wenig sarkastisch“ gemeint gewesen.
Bei der neuen Gesprächsrunde in Saudi-Arabien geht es um technische Einzelheiten der Umsetzung und Überwachung der 30-tägigen Waffenruhe für Energieanlagen, der der russische und der ukrainische Präsident letzte Woche in Telefonaten mit Trump zugestimmt hatten. Zudem werden sich die Unterhändler mit der möglichen Ausweitung der Waffenruhe auf den Schiffsverkehr im Schwarzen Meer befassen.
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Vor Verhandlungen: Heftiger gegenseitiger Beschuss
Kurz vor den neuen Gesprächen sind bei russischen Drohnenangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew nach neuen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden. Durch den Beschuss in der Nacht zu Sonntag seien zudem zehn Menschen verletzt worden, teilte die Militärverwaltung von Kiew mit.
„Laut den verfügbaren Informationen starben drei Menschen, darunter ein fünf Jahre altes Kind“, erklärte die Kiewer Militärverwaltung im Onlinedienst Telegram zu den erneuten russischen Drohnenangriffen. Auch der Vater des kleinen Mädchens sei tot. Zu den zehn Verletzten zählte den Angaben zufolge ein elf Monate altes Kind.
Der ukrainische Rettungsdienst hatte zunächst von zwei Todesopfern gesprochen. Es seien mehrere Wohnhäuser getroffen worden und Brände ausgebrochen. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko sprach von einem „massiven Angriff feindlicher Drohnen“. Die Regierung der Region Kiew gab bekannt, in Butscha, nahe der Hauptstadt, seien zwei Menschen verletzt worden.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte derweil, dass die russische Armee in der Nacht zum Sonntag 59 ukrainische Drohnen „zerstört und abgefangen“ habe, die meisten davon in den Regionen Rostow und Astrachan im Südwesten des Landes.(mit AFP)
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