Die Ölpreise sind am Freitag im frühen Handel gefallen, nachdem US-Präsident Donald Trump neue militärische Angriffe auf den Iran vor den US-Zwischenwahlen am 3. November ausgeschlossen hat.
Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent gab um 0,7 Prozent auf 103,53 Dollar nach, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Die US-Sorte West Texas Intermediate verbilligte sich um 0,6 Prozent auf 90,97 Dollar.
Trump hatte am Donnerstag auf seiner Plattform Truth Social erklärt, Washington führe „konstruktive Gespräche“ mit Teheran. Vor den Kongresswahlen werde es keinen US-Angriff geben. Zuvor hatten das Portal Axios und der Sender NBC News unter Berufung auf eingeweihte Personen berichtet, die US-Regierung erwäge neue Militäreinsätze gegen iranische Ziele.
Teheran prüft US-Antwort auf Sieben-Tage-Plan
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi teilte auf seinem Telegram-Kanal mit, Teheran prüfe die aus Washington eingegangene Antwort auf einen zuvor übermittelten „Sieben-Tage-Plan“ zur Wiederöffnung der Straße von Hormus. Eine Reaktion werde in wenigen Tagen folgen.
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Die US-Regierung verhängte am Donnerstag zugleich neue Sanktionen gegen Einzelpersonen, Netzwerke und 17 Schiffe, die iranisches Rohöl und Petrochemikalien transportieren sollen.
Angriffe auf Tanker und Hurrikan halten Preise hoch
Trotz des Rückgangs vom Freitag steuert Brent laut Reuters auf ein Wochenplus zu. Am Donnerstag war der Preis um gut vier Prozent gestiegen, nachdem die Angriffe auf Tanker in der Golfregion zugenommen hatten.
Nach Angaben der britischen Schifffahrtsbehörde UKMTO wurden in den ersten sieben Oktobertagen mindestens neun Angriffe in der Straße von Hormus und im Persischen Golf gemeldet. Die Meerenge wickelte vor Kriegsbeginn rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und Treibstoffhandels ab.
Zusätzlich drückt der Hurrikan „Isaias“ die Fördermenge im Golf von Mexiko. Nach Zahlen der zuständigen US-Behörde standen am Donnerstag rund 1,3 Millionen Barrel Tagesproduktion still, das entspricht etwa 63 Prozent der dortigen Förderung.
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