Im brandenburgischen Senftenberg ist bei einem vierjährigen Kita-Kind eine ansteckungsfähige Tuberkulose festgestellt worden. Das teilte die Kreisverwaltung Oberspreewald-Lausitz am Montag mit. Laut Gesundheitsamt, wurden die Eltern des erkrankten Kindes bereits negativ getestet. Bislang gebe es keine Hinweise auf weitere Erkrankungen im Umfeld.
Gesundheitsamt in Senftenberg ruft zur Besonnenheit auf
Noch in dieser Woche sollen alle Kinder und Mitarbeitenden der betroffenen Kindertagesstätte in Senftenberg vorsorglich untersucht werden. Die Ergebnisse würden nach wenigen Tagen vorliegen, so die Kreisverwaltung. Das erkrankte Kind und seine Familie befinden sich derzeit in ärztlicher Behandlung.
Trotz des Ausbruchs mahnt das Gesundheitsamt zur Ruhe: Die Ansteckungsgefahr sei deutlich geringer als bei Erkältungskrankheiten. Kinder in diesem Alter seien in der Regel nicht hochansteckend für andere.
Krankheit in Deutschland selten, aber heilbar
Tuberkulose wird durch Bakterien ausgelöst und befällt meist die Lunge. Die Übertragung erfolgt über infektiöse Tröpfchen, wobei Enge und Dauer des Kontakts entscheidend sind. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation kann die deutliche Mehrheit der Erkrankten mit einer vier- bis sechsmonatigen Behandlung geheilt werden. Wegen der geringen Fallzahlen empfiehlt die Ständige Impfkommission in Deutschland seit 1998 keine Tuberkulose-Impfung mehr.
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