Die Deutsche Bahn erprobt in einem zweimonatigen Pilotprojekt den Einsatz von Bodycams mit zusätzlicher Tonaufzeichnung. Wie das Unternehmen mitteilte, sind seit heute Beschäftigte von DB Regio in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen und im Saarland mit den entsprechenden Geräten ausgestattet.
Die Audiofunktion soll laut Bahn ergänzend zur Bildaufzeichnung dazu dienen, Übergriffe von Fahrgästen auf Beschäftigte zu dokumentieren. Das Unternehmen verspricht sich von der Kombination aus Bild und Ton eine deeskalierende Wirkung in Konfliktsituationen sowie eine verbesserte Aufklärung von Straftaten. Nach Abschluss der Pilotphase ist eine schrittweise bundesweite Einführung der Tonaufzeichnung geplant.
Angriffe auf Zugpersonal nehmen zu
Hintergrund des Projekts sind steigende Angriffszahlen gegen das Zugpersonal. Nach Angaben von DB Regio registrierte das Unternehmen allein im ersten Halbjahr des laufenden Jahres knapp 1000 Übergriffe auf Mitarbeitende. Darunter fallen 781 Vorfälle wie Schubsen oder Bespucken sowie 185 Fälle versuchter Körperverletzung. In 22 Fällen kam es zu schweren Körperverletzungen.
Die Mitteilung zum Pilotprojekt wurde vom Bundesministerium für Verkehr veröffentlicht, in dem Steffen Bilger als Staatssekretär auf die zunehmenden Übergriffe und die Reaktion von DB Regio verweist.
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