Seehandel

Überseehafen Rostock erreicht Rekordumschlag im ersten Halbjahr 2026

Zwischen Januar und Juni gingen 15,9 Millionen Tonnen Fracht über die Kaikanten – ein neuer Bestwert. Rohöl und Getreide verzeichneten dagegen Rückgänge.

3 Min
Rekordumschlag am Rostocker Überseehafen

Rekordumschlag am Rostocker Überseehafen

© Bernd Wüstneck/dpa

Der Rostocker Überseehafen hat im ersten Halbjahr 2026 so viel Fracht umgeschlagen wie nie zuvor in den ersten sechs Monaten eines Jahres. Rückläufig waren allerdings der Umschlag von Rohöl und Getreide.

Insgesamt gingen zwischen Januar und Ende Juni 15,9 Millionen Tonnen Fracht über die Kaikanten des Rostocker Überseehafens. Das seien 1,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte die Hafengesellschaft Rostock Port mit. „Die Umschlagergebnisse des Überseehafens Rostock befinden sich seit mittlerweile vier Jahren auf Rekordniveau“, sagte Geschäftsführer Gernot Tesch.

Mehr als die Hälfte des Aufkommens entfiel mit 8,8 Millionen Tonnen auf rollende Ladung, die per Fähre oder RoRo-Frachtschiff transportiert wird. Das waren 400.000 Tonnen mehr als im ersten Halbjahr 2025.

Rückgänge bei Flüssiggütern und Getreide

Beim Umschlag von Flüssiggütern verzeichnete der Hafen einen leichten Rückgang auf 3,8 Millionen Tonnen, ein Minus von 180.000 Tonnen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Den größten Anteil hatten mit knapp drei Millionen Tonnen die Rohölimporte für die Raffinerie PCK Schwedt.

Beim Schüttgutumschlag blieb Getreide mit 1,2 Millionen Tonnen der wichtigste Posten, lag aber rund 200.000 Tonnen unter dem Vorjahreswert. Die Vorjahresernte sei sehr gut gewesen, sagte Tesch. Die niedrigen Weltmarktpreise seien dem Umschlag jedoch nicht förderlich, da sich längere Anfahrtswege nur bei entsprechend hohen Preisen lohnten.

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Auch die Frachtchefin von Stena Line, Katrin Verner, verwies auf die Auswirkungen auf die gesamte Transportkette. Ebenso verteuerten sich die Lkw-Anfahrten zu den Umschlagsorten.

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Conzen bestätigte den Auftrag für eine zweite Fähre nach dem Ende 2025 angekündigten ersten LNG-Hybridneubau. Auch das zweite Schiff werde auf der Werft China Merchants Jinling Shipyard in Nanjing gebaut, sei für bis zu 1000 Personen ausgelegt und biete eine Frachtkapazität von 5.400 Lademetern. Das erste Schiff soll 2030 in Dienst gestellt werden.

In den weiteren Rostocker Hafenanlagen wurden laut Hafen- und Seemannsamt zusätzlich rund 830.000 Tonnen umgeschlagen, 30.000 Tonnen mehr als im Vorjahreszeitraum. (mit dpa)

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