Ukraine-Krieg

Weitere Militärunterstützung für Ukraine: Deutschland sagt 400 Millionen Dollar zu

Mehrere Länder sagen zusätzliche Militärunterstützung für die Ukraine zu. Deutschland stellt laut Verteidigungsminister Pistorius rund 400 Millionen Dollar bereit.

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Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD)

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD)

© Kay Nietfeld

Im Rahmen eines Treffens der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel hat Deutschland der Ukraine weitere Militärunterstützung in Höhe von 400 Millionen Dollar (rund 348 Millionen Euro) zugesagt, wie der Kyiv Independent berichtet. Auch Belgien, Schweden und die Niederlande kündigten demnach zusätzliche Unterstützung an, darunter F-16-Kampfjets und Mittel für die Flugabwehr.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sagte laut AFP am Rande des Treffens, Deutschland werde 200 Millionen Dollar über den sogenannten Purl-Mechanismus beisteuern, über den Nato-Länder und Partnerstaaten US-Waffen für die Ukraine finanzieren. Weitere 200 Millionen Dollar sollen in den Kauf von PAC-3-Lenkflugkörpern für Patriot-Flugabwehrsysteme fließen.

Ukraine und Deutschland wollen gemeinsam Luftverteidigungssystem entwickeln

„Wir wollen auf diesem Weg weitere Unterstützer im Kreis der Ukraine Defense Contact Group ermutigen, sich ebenfalls an der Finanzierung für PAC-3-Lenkflugkörper zu beteiligen“, betonte Pistorius laut der Nachrichtenagentur AFP. Es ist laut Kyiv Independent das vierte Mal, dass sich Berlin am Purl-Mechanismus beteiligt.

Deutschland hat seit Kriegsbeginn im Jahr 2022 zivile Unterstützung für die Ukraine in Höhe von rund 41 Milliarden Euro geleistet, wie die Bundesregierung im April auf ihrer Website mitteilte. Die geleistete oder für die kommenden Jahre bereitgestellte militärische Unterstützung betrug etwa 55,5 Milliarden Euro.

Zudem unterzeichneten die beiden Länder nach dpa-Angaben eine Übereinkunft über die gemeinsame Entwicklung eines Luftverteidigungssystems gegen ballistische Raketen. Mehrere deutsche Unternehmen seien an dem Projekt interessiert, so Pistorius.

Bloomberg hatte Anfang Juni unter Berufung auf Quellen berichtet, dass Kiew Berlin um zusätzliche Patriot-Abfangraketen aus seinen Beständen gebeten habe. Die Ukraine schlug dem Bericht zufolge vor, dass Deutschland im Gegenzug mit künftig produzierten Abfangraketen entschädigt werden könnte.

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Belgien liefert sieben F-16-Jets

Belgien werde der Ukraine dieses Jahr sieben F-16-Kampfjets übergeben, kündigte der belgische Verteidigungsminister Theo Francken laut Kyiv Independent an. Drei von ihnen seien einsatzbereit, vier sollen für Ersatzteile genutzt werden. Francken wolle zudem vorschlagen, alle belgischen F-16 in den kommenden Jahren an die Ukraine zu übergeben.

Schweden sagte dem Bericht zufolge weitere 108 Millionen Dollar über die Purl-Initiative zu. Damit erhöhe sich der schwedische Beitrag über diesen Mechanismus auf insgesamt 543 Millionen Dollar. Die Niederlande kündigten bereits am Mittwoch ein Hilfspaket im Umfang von 500 Millionen Euro an, das je zur Hälfte für Drohnen und für Purl-Mittel zur Abwehr ballistischer Raketen vorgesehen ist, wie das ukrainische Verteidigungsministerium mitteilte. (mit AFP, dpa)

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