Ukraine-Hilfen

Ukraine fordert 27 Milliarden extra: Europäische Beamte wittern politisches Manöver

Im ukrainischen Verteidigungshaushalt klafft eine Milliardenlücke. Kiew fordert weitere Hilfen – doch bei seinen Unterstützern wachsen Zweifel an der Rechnung.

5 Min
Wolodymyr Selenskyj und Ursula von der Leyen: Kiews Milliardenbedarf sorgt bei Europas Unterstützern für Kritik.

Wolodymyr Selenskyj und Ursula von der Leyen: Kiews Milliardenbedarf sorgt bei Europas Unterstützern für Kritik.

© Omar Havana/AP/dpa

Die überraschende Milliardenlücke im ukrainischen Verteidigungshaushalt führt zu wachsenden Spannungen zwischen Kiew und seinen wichtigsten Geldgebern. Laut einem Bericht der Washington Post äußern mehrere europäische Diplomaten und EU-Beamte Zweifel an der Haushaltsplanung der Ukraine. Ein hochrangiger Diplomat verlangt Sparmaßnahmen. Ein weiterer berichtet, einige europäische Verantwortliche vermuteten hinter der Forderung eine politische Taktik, um den Druck auf die EU aufrechtzuerhalten.

Dass Kiew noch in diesem Jahr weitere 27 Milliarden Dollar benötigt, ist bereits seit Anfang September bekannt. Wie die Berliner Zeitung berichtete, hatte die Forderung die Partner in Europa weitgehend unvorbereitet getroffen. Neu ist die Schärfe der Kritik an der ukrainischen Haushaltsplanung. Kiew verweist auf sinkende Militärhilfe, verspätete Auszahlungen und rasant steigende Kriegskosten. Doch warum fehlen der Ukraine plötzlich 27 Milliarden Dollar – und wer soll die Rechnung bezahlen?

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*