Ukrainekrieg

Kreml stellt Putins Äußerung zu direkten Ukraine-Gesprächen klar

Der russische Präsident erklärte sich erstmals zu bilateralen Gesprächen mit seinem ukrainischen Amtskollegen bereit. Der Kreml stellt klar, was es damit auf sich hat.

Katerina Alexandridi
2 Min
Dmitri Peskow: der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin

Dmitri Peskow: der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin

© Alexey Nikolskiy/imago

Der Kreml hat erklärt, dass bislang keine direkten Gespräche zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geplant seien. Am Montag hatte Putin erstmals direkte bilaterale Gespräche über die Ausweitung eines Moratoriums von Angriffen gegen bestimmte Objekte in den Raum gestellt.

Am Dienstag relativierte Putins Sprecher Dmitri Peskow die Äußerungen des Kremlchefs jedoch. Putin habe wiederholt gesagt, er sei bereit, Probleme durch Verhandlungen zu lösen. „Dies ist eine weitere Wiederholung dieser Bereitschaft“, sagte Peskow gegenüber Journalisten. „Wenn die ukrainische Seite offen und bereit ist, sollten möglicherweise Schritte unternommen werden, um die rechtlichen Hindernisse für solche Kontakte aus dem Weg zu räumen“, fügte Peskow hinzu.

Der Kremlsprecher bezog sich dabei auf ein ukrainisches Dekret aus dem Jahr 2022, das es der Ukraine ihm zufolge rechtlich verbietet, mit der russischen Seite direkt zu verhandeln. In den ersten Monaten des Krieges hatte Selenskyj wiederholt um ein persönliches Treffen mit Putin gebeten, war aber abgewiesen worden. Nachdem der Kreml im September 2022 vier ukrainische Regionen illegal annektiert hatte, erließ Selenskyj das Dekret, in dem er erklärte, dass Verhandlungen mit Putin unmöglich geworden seien.

Putin bringt direkte Gespräche mit Kiew ins Spiel

Russland habe registriert, dass die Ukraine versuche, beim Thema Waffenruhe die Initiative zu ergreifen, eine Verlängerung anstrebe oder weitere Objekte vom Beschuss ausnehmen wolle, sagte Putin russischen Journalisten am Ostermontag. „Wir müssen darüber nachdenken.“

Zwar zeigte er sich gegenüber dem von Kiew vorgeschlagenen Verzicht auf Angriffe auf zivile Anlagen skeptisch. Er sei aber bereit, solche Fragen in bilateralen Gesprächen zu klären, sagte Putin. Bislang laufen die Verhandlungen über ein mögliches Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine zwischen Moskau und Kiew nur indirekt – wobei sich die USA zuletzt als Vermittler eingeschaltet haben. (mit dpa)

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner