Ukraine-Krieg

Selenskyj deutet mögliche politische Lösung für die Krim an

Die Halbinsel Krim ist immer wieder Schauplatz von heftigen Kämpfen. Präsident Wolodymyr Selenskyj machte nun einen Lösungsvorschlag.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Ein russischer Militärhubschrauber überfliegt die beschädigten Teile einer Automobilverbindung der Krim-Brücke. 

Ein russischer Militärhubschrauber überfliegt die beschädigten Teile einer Automobilverbindung der Krim-Brücke. 

© notcredited/AP

Ist eine Verhandlungslösung für die seit 2014 von Russland annektierte Krim möglich?  Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kann sich dies zumindest vorstellen. „Wenn wir an den Verwaltungsgrenzen der Krim sind, denke ich, kann man politisch die Demilitarisierung Russlands auf dem Gebiet der Halbinsel erzwingen“, sagte er in einem Interview am Sonntag, das am Montagmorgen von mehreren ukrainischen Medien aufgegriffen wurde. In der Vergangenheit hatte Kiew, mehrfach seine Entschlossenheit betont, die Krim militärisch zurückzuerobern.

Derzeit versuchen ukrainische Soldaten im Süden des Landes bei ihrer Offensive, besetzte Gebiete zurückzugewinnen und bis an die Küste zur Krim vorzustoßen. Danach könnte auch die Halbinsel erobert werden.

Selenskyj: Politische Lösung könnte Opferzahlen verringern

Laut Selenskyj wäre eine politische Lösung für die Krim allerdings besser, da sie mit weniger Opfern verbunden wäre. Zugleich betonte Selenskyj in dem Interview, dass er den Krieg nicht auf russisches Gebiet verlagern wolle. Ziel sei die Befreiung der eigenen Gebiete. Sollte die Ukraine hingegen weit auf russisches Gebiet vorstoßen, drohe die Gefahr, schnell die Unterstützung westlicher Partner zu verlieren und allein gegen Russland kämpfen zu müssen.

Russische Propagandisten haben die Notwendigkeit, den Krieg weiterzuführen, auch immer wieder damit begründet, dass bei einer Niederlage Russland selbst eine Spaltung und Besetzung durch ausländische Kräfte drohe.

In den vergangenen Monaten sind zwar auch immer wieder russische Grenzregionen von der Ukraine aus unter Beschuss geraten. Allerdings stehen die Schäden in keinem Verhältnis zu den Angriffen von russischer Seite auf ukrainisches Territorium. Zudem gab es von ukrainischer Seite aus keine großangelegten Offensiven auf russisches Gebiet mit dem Ziel, die Regionen dauerhaft zu besetzen.

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