Eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger spricht sich gegen die von der Bundesregierung geplante Abschaffung der vorgezogenen Altersrente für besonders langjährig Versicherte aus. 74 Prozent der Befragten lehnen dieses Vorhaben ab, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten „Trendbarometer“ von RTL und ntv hervorgeht.
Lediglich 22 Prozent der Teilnehmer der vom Institut Forsa durchgeführten Umfrage befürworten demnach einen Verzicht auf die sogenannte „Rente mit 63“.
Besonders ausgeprägt ist die Ablehnung laut der Erhebung in den jüngeren Altersgruppen. Von den 18- bis 29-Jährigen sprachen sich 79 Prozent dafür aus, an der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren festzuhalten. Bei den 30- bis 44-Jährigen waren es 78 Prozent.
Empfehlung der Reformkommission
Die Abschaffung der vorgezogenen Altersrente war von der durch die Bundesregierung eingesetzten Reformkommission für die gesetzliche Rentenversicherung empfohlen worden. Die Bundesregierung will diese Empfehlung übernehmen.
Die vorgezogene Altersrente nach 45 Beitragsjahren konnte ursprünglich ab einem Alter von 63 Jahren in Anspruch genommen werden. Das Mindestalter steigt schrittweise auf 65 Jahre an und liegt derzeit bei etwa 64,5 Jahren. (mit AFP)
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