Die AfD ist rund vier Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern stärkste politische Kraft geblieben. In einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Instituts Infratest dimap im Auftrag des Norddeutschen Rundfunks (NDR) kam die Partei auf 36 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt mehr als in der jüngsten Erhebung des Instituts im Januar.
Die SPD legte um zwei Punkte zu und erreichte 27 Prozent. Auf den dritten Platz kam die Linke mit 13 Prozent (plus eins) und überholte damit die CDU, die auf zehn Prozent abrutschte. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erreichte fünf Prozent und müsste demnach um den Einzug in den Landtag bangen. Die Grünen kämen mit vier Prozent derzeit nicht ins Parlament, ebenso wenig die FDP, deren Wert laut NDR nicht mehr gesondert ausgewiesen wurde.
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Unzufriedenheit mit Landesregierung wächst
Die Umfrage zeigt zudem eine sinkende Zufriedenheit mit der Landesregierung. Nur noch 38 Prozent der Befragten gaben an, mit der aktuellen Koalition zufrieden zu sein. 58 Prozent äußerten sich unzufrieden.
In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September ein neuer Landtag gewählt. Seit 1998 stellt die SPD den Regierungschef in Schwerin, jeweils mit wechselnden Koalitionspartnern. Seit der Wahl 2021 führt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) eine Koalition mit der Linken. Schwesig will das Land weiter regieren.
Spitzenkandidat der AfD ist Enrico Schult. Der zuvor nominierte Leif-Erik Holm hatte nach einem parteiinternen Streit auf die Spitzenkandidatur verzichtet. Holm bewirbt sich nun als Direktkandidat im Schweriner Wahlkreis, in dem auch Schwesig antritt.
Für die Erhebung wurden nach Angaben des NDR zwischen dem 7. und 11. Mai 1.153 Wahlberechtigte in computergestützten Telefon- und Online-Interviews befragt. Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet und spiegeln nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider. (mit AFP)
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