Niedersachsen

Erneuter Einsatz an Umspannwerk: Polizei untersucht Gelände

Am Umspannwerk Ganderkesee läuft ein Polizeieinsatz. In den letzten Tagen wurde an einem Umspannwerk in Brandenburg Sprengstoff gefunden.

3 Min
Ein Streifenwagen steht an einer Zufahrt zu einem Umspannwerk in Ganderkesee im niedersächsischen Landkreis Oldenburg.

Ein Streifenwagen steht an einer Zufahrt zu einem Umspannwerk in Ganderkesee im niedersächsischen Landkreis Oldenburg.

© Kai Moorschlatt/dpa

Rund um das Umspannwerk Ganderkesee im Landkreis Oldenburg ist die Polizei seit der Nacht im Einsatz. Das Gelände wird untersucht, zeitweise war auch ein Hubschrauber im Einsatz.

Am Vormittag waren die Beamten weiter vor Ort. Anlass war nach Angaben der Polizei eine „Feststellung“ einer Streife. Nach Attacken auf Umspannwerke in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg seien die Beamten sensibilisiert.

Was bislang über den Polizeieinsatz bekannt ist

Die Polizei umstellte das Gelände und untersuchte es. Zeitweise war auch ein Hubschrauber im Einsatz, wie eine Polizeisprecherin sagte. Mehrere Streifenwagen standen nach Angaben eines dpa-Reporters an den Zufahrten zum Umspannwerk.

Die Polizei Delmenhorst bestätigte den Einsatz. Um einen Großeinsatz handele es sich nicht, sagte eine Polizeisprecherin dem NDR Niedersachsen. Den Fall habe man aber wegen der Ereignisse der vergangenen Tage bewusst hoch aufgehängt.

Was sich hinter der „Feststellung“ der Beamten verbirgt, wollte die Polizei zunächst nicht sagen. Weitere Informationen kündigte sie für den Lauf des Tages an. Ob der Einsatz in Ganderkesee damit zusammenhängt, ist bislang offen.

Dormagen: verdächtiger Gegenstand an einem Umspannwerk

Am Donnerstagabend hatte ein Spaziergänger an einem Umspannwerk in Dormagen zwischen Köln und Düsseldorf einen verdächtigen Gegenstand entdeckt.

Möglicherweise handelt es sich dabei um eine Abschussvorrichtung. Nach Angaben der Polizei versuchten Unbekannte dort mutwillig, einen Kurzschluss herbeizuführen. Die Ermittler gehen von einem Sabotagedelikt aus.

Mutmaßlicher Angriff auf das Stromnetz in Brandenburg

Am Umspannwerk Turnow-Preilack nahe dem Kraftwerk Jänschwalde lenkten Unbekannte am Dienstagmorgen leitfähiges Material in Richtung der Höchstspannungsleitungen.

Dafür nutzten sie nach Angaben der Ermittler selbstgebaute Flugkörper, die Silvesterraketen ähnelten. Mehr 20 solcher Vorrichtungen wurden bislang gefunden. Zu einem Stromausfall kam es laut Netzbetreiber nicht.

Ermittler suchten einen ganzen Tag lang nach Spuren, die Landesstraße 50 war zeitweise gesperrt. Ermittelt wird nach Angaben der Polizei unter anderem wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen

In Brandenburg prüft die Polizei ein Bekennerschreiben. Dessen Echtheit lasse sich derzeit „weder bestätigen noch verneinen“, sagte eine Polizeisprecherin.

Weiterer Vorfall in Bergheim bei Köln

In Bergheim kam es ebenfalls zu einer Störung an einem Umspannwerk. Auch dort fanden die Behörden nach Angaben der Ermittler Abschussvorrichtungen und Pyrotechnik.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte im ZDF-heute journal, man sei mittlerweile relativ sicher, dass es viele Parallelen gebe.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner