Der Ausbau der Havel ist umstritten. Stephan Natz fragte Wirtschaftssenator Norbert Meisner (SPD).Berliner Zeitung: Innerhalb der SPD wird verstärkt der ökonomische Nutzen des Havel-Ausbaus bezweifelt. Teilen sie die Skepsis? Norbert Meisner: Nein. Vermeintlich steigende Kosten, sinkender Nutzen und weniger Frachtaufkommen bei der Binnenschiffahrt sind nur Schutzargumente derer, die aus ökologischen Gründen gegen den Ausbau sind.Daß Transporte nicht auf die Straße gehören, ist allgemeiner Konsens. Doch liegen sich die Fans von Wasser und Schiene in den Haaren. Und reden damit ungewollt dem Lkw das Wort. Berlin muß auf allen möglichen Wegen erreichbar sein. Wer Transporte auf Schiene und Wasser verlagern will, tut gut daran, die Fahrwege offen halten. Denn das Projekt wird erst nach dem Jahr 2005 fertig. Bis dahin dürfte der Straßenverkehr längst stark verteuert worden sein. Damit steigt die Attraktivität der Binnenschiffahrt.Bleibt die SPD 1 bei ihrer Zustimmung zu dem Projekt?Ich glaube schon. Natürlich müssen alle ökologischen Auflagen strikt eingehalten werden. So wurde am Teltowkanal auf den zweispurigen Ausbau zugunsten mehrerer Ausweichstellen verzichtet.
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