Die Debatte um eine Szene aus einem Video sowie ein Foto von dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund und dem sachsen-anhaltischen CDU-Fraktionschef Guido Heuer nimmt weiter Fahrt auf. Nun hat sich ein weiteres Podiumsmitglied geäußert – BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig.
In Halberstadt war während des Wahlforums des Liberalen Mittelstand Sachsen-Anhalt ein Foto entstanden, das Heuer Schulter an Schulter mit Siegmund zeigt. Die OAZ berichtete zuerst über den Auftritt und veröffentlichte in diesem Zusammenhang ebendieses Foto, das für das derzeitige Politbeben sorgt. Später war von einem YouTuber ein Video auf der Plattform X veröffentlicht worden, das die Szene in Ton und Bild zeigt.
BSW-Politikerin Wittig bringt nun ihre Perspektive in die Debatte mit ein. „Ich saß selbst auf dem Podium. Was mich an dieser Debatte stört, ist nicht das Foto, sondern dass wieder über Brandmauern und politische Symbolik gestritten wird statt über die Probleme unseres Landes. Die Menschen in Sachsen-Anhalt sorgen sich um hohe Preise, fehlende Ärzte, Unterrichtsausfall und ihre Arbeitsplätze. Kein einziges dieser Probleme wird durch die Diskussion gelöst, wer mit wem auf einem Foto steht“, sagt Wittig.
Die unterschätzte Macht der Bilder: Heuer und Siegmund befeuern die Brandmauer-Debatte
Nach OAZ-Bericht: CDU-Politiker Heuer verteidigt Foto mit AfD-Spitzenkandidat
Die Fixierung auf Ausgrenzung und Lagerdenken habe die Politik in eine Sackgasse geführt, so die BSW-Spitzenkandidatin weiter. Und: „Jahrelang wurde darüber gesprochen, wen man verhindern muss. Viel zu selten wurde darüber gesprochen, wie man Sachsen-Anhalt voranbringt. Genau diese Politik hat viele Menschen von den etablierten Parteien entfremdet. Wir brauchen endlich wieder Sachpolitik statt Brandmauer-Debatten.“
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