Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ist Ziel eines Cyberangriffs geworden. Nach Angaben der Hochschule vom Freitag ist davon auszugehen, dass Unbekannte auf rund 51.000 Studienbewerbungen zugegriffen haben. Betroffen sind Bewerbungen für das Sommersemester 2026 und das Wintersemester 2026/2027.
Laut Universität wurden voraussichtlich Namen, Anschriften, Telefonnummern, private E-Mail-Adressen, Geschlecht sowie Geburtsdatum und Geburtsort abgerufen. Hinzu kommen Angaben zum Bewerbungsverfahren, darunter Bewerbernummer, Studiengang, angestrebter Abschluss, Fachsemester, Zulassungsstatus, Verfahrensschritt und Quote. Zudem hätten die Angreifer auf die Unterlagen zugreifen können, die Bewerber im Verfahren hochgeladen hatten.
Krisenstab an der MLU
Bekannt wurde der Vorfall nach Darstellung der MLU am 14. Oktober. Die Hochschule richtete daraufhin einen Krisenstab ein. Diesen leiten Rektorin Claudia Becker und Stefan Sackmann, Prorektor für Digitale Transformation und Transfer. IT-Fachleute der Universität hätten Gegenmaßnahmen ergriffen, die Aufarbeitung dauere an.
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Die Betroffenen werden den Angaben zufolge fortlaufend informiert. Auch die zuständigen Behörden wurden in Kenntnis gesetzt. Die MLU hat Strafanzeige erstattet. Angaben zu den Tätern und zum Weg in die Systeme machte die Universität zunächst nicht.
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