Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa hat einen Untersuchungsbericht zur Teilnahme iranischer Kriegsschiffe an einer Marineübung vor Südafrika erhalten. Wie die südafrikanische Präsidentschaft am Dienstag mitteilte, wird Ramaphosa den Bericht nun prüfen und „seine Empfehlungen sorgfältig abwägen“. Der Bericht soll aus Gründen der nationalen Sicherheit vertraulich bleiben, hieß es.
Ramaphosa hatte die Untersuchung im Februar 2026 angeordnet, wie AP berichtet. Anlass war, dass iranische Kriegsschiffe im Januar trotz seiner Anweisung an einer Marineübung teilnahmen. Dem Bericht zufolge fand das Manöver vor der Küste Kapstadts statt. Beteiligt waren auch Schiffe aus China und Russland.
Die Untersuchung sollte klären, ob hochrangige Angehörige der südafrikanischen Streitkräfte oder Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums eine Anweisung des Präsidenten missachtet hatten. Diese sah laut AP vor, dass iranische Schiffe, die bereits nach Südafrika gereist waren, nicht an der Übung teilnehmen sollten.
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Marineübung: USA kritisierten Teilnahme Irans
Die Teilnahme Irans an der Marineübung hatte Kritik aus den USA ausgelöst. „Die Einbeziehung Irans in gemeinsame Übungen – in welcher Funktion auch immer – untergräbt die maritime Sicherheit und die regionale Stabilität“, erklärte die US-Botschaft in Südafrika laut Bloomberg in einem Beitrag auf X. Rund einen Monat später begann der Iran-Krieg mit Angriffen der USA und Israels.
Bereits im Jahr 2025 hatte US-Präsident Donald Trump eine Executive Order unterzeichnet, in der Südafrika vorgeworfen wird, „Positionen gegen die USA und ihre Verbündeten“ bezogen zu haben. In einer Mitteilung des Weißen Hauses heißt es dazu, das Land habe „die Beziehungen zum Iran gestärkt, der den Terrorismus weltweit unterstützt“.
Ramaphosas Anweisung, iranische Schiffe nicht an der Übung teilnehmen zu lassen, wurde laut AP als Versuch gewertet, diplomatische Verwerfungen mit den USA zu vermeiden. Die Marineübungen waren laut AP im Rahmen von Brics organisiert worden. Der Iran war der Staatengruppe im Jahr 2024 beigetreten.
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