Sächsische Schweiz

Tödliches Unwetter in Sachsen: Baum erschlägt Mann in Rathen

Ein Mann stirbt am Freitag in der Sächsischen Schweiz. In Rathen erschlägt ihn ein Baum. Der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor vor dem Unwetter gewarnt.

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Blick vom Gamrig in der Sächsischen Schweiz auf Rathen am Abend. In der Stadt kam es im Zuge des Unwetters zu einem Todesfall.

Blick vom Gamrig in der Sächsischen Schweiz auf Rathen am Abend. In der Stadt kam es im Zuge des Unwetters zu einem Todesfall.

© Sylvio Dittrich/imago

Bei einem Unwetter in Sachsen ist ein Mann ums Leben gekommen. Er wurde nach Angaben eines Polizeisprechers in Rathen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge von einem umgestürzten Baum erschlagen. Drei Menschen seien zudem an der Felsenbühne schwer verletzt worden.

Ein Sprecher der Rettungsleitstelle Dresden sagte laut der Nachrichtenagentur dpa, das Unglück habe sich in einem Zugangsweg zur Felsenbühne in Rathen ereignet. Die Einsatzkräfte vermuteten, dass mehrere Menschen von Bäumen eingeschlossen waren. Das Gelände dort ist felsig. Weitere Details waren zunächst unklar.

Vorstellung an der Felsenbühne abgesagt

Der Luftkurort Rathen liegt direkt an der Elbe, nahe der bekannten Felsenformation Bastei. In dem Ort befindet sich auch die Felsenbühne. Die Vorstellung „Der kleine Horrorladen“, die für Freitagabend dort geplant war, wurde abgesagt.

Die Felsenbühne hat Platz für rund 2000 Zuschauer. Sie zählt zu den größten Freilichttheatern Sachsens. Im Herzen des Nationalparks Sächsische Schweiz bilden hoch die aufragenden Felswände des Rathener Wehlgrundes die Kulisse für abwechslungsreiche Inszenierungen.

Meteorologen warnten vor umstürzenden Bäumen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für weite Teile Sachsens vor starken Gewittern gewarnt – ausdrücklich auch vor umstürzenden Bäumen und herabfallenden Gegenständen. Der Fall zeigt, wie gefährlich die Wetterlage an diesem Freitag im Südosten Deutschlands ist. Von den Warnungen betroffen war unter anderem die Region rund um die Sächsische Schweiz, in der Rathen liegt.

Bereits am Freitagnachmittag hatte der DWD Ostdeutschland als eine der Regionen mit der höchsten Unwettergefahr eingestuft. Nach Einschätzung der Meteorologen lag das größte Risiko neben Sachsen auch in Thüringen.

Die Wetterlage im Detail

Verantwortlich für die schweren Gewitter war eine Luftmassengrenze, die quer durch Deutschland verlief. Sie trennte heiße Luft im Südosten von deutlich kühlerer Luft im Norden. Entlang dieser Naht bildeten sich die kräftigsten Gewitterzellen.

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Der DWD warnte für Ostdeutschland vor Hagelkörnern von rund drei Zentimetern Durchmesser, mehr als 30 Litern Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit sowie Böen bis 120 Kilometer pro Stunde. DWD-Meteorologe Marcus Beyer nannte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur drei Schwerpunkte für den Tag: den Osten, den Nordwesten und den Süden.

In Sachsen zogen im Tagesverlauf örtlich kräftige Schauer und Gewitter auf, lokal unwetterartig mit Starkregen, Hagel und Sturmböen.

Entspannung erst am Samstag

In der Nacht zum Samstag warnt der DWD vereinzelt weiter vor Gewittern – lokal mit Starkregen, Sturmböen um 75 km/h und Hagel.

Die bisher in weiten Teilen vorherrschende sehr warme bis heiße Luftmasse wird am Samstag dann vorübergehend südwärts abgedrängt und durch etwas kühlere Meeresluft ersetzt. Ab Samstagnachmittag rechnet der Wetterdienst dann voraussichtlich mit keinen warnwürdigen Wettererscheinungen mehr.

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