Ehrung

Weimar-Preis 2026: Ute Freudenberg nimmt Preis entgegen

Die Stadt Weimar würdigt die Sängerin beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit vor rund 650 Gästen. Danach trug sie sich in das Goldene Buch ein.

Alexander Angierski
3 Min
Nach der Preisverleihung: Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine begleitet Ute Freudenberg bei ihrem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt.

Nach der Preisverleihung: Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine begleitet Ute Freudenberg bei ihrem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt.

© Maik Schuck/Stadt Weimar

Die Sängerin Ute Freudenberg hat am Samstag in der Weimarhalle den Weimar-Preis 2026 entgegengenommen. Die Stadt Weimar zeichnet sie damit für ihre Verdienste um das kulturelle Ansehen ihrer Geburtsstadt aus. Der Stadtrat war am 17. Juni 2026 der Empfehlung der Vergabejury gefolgt. Die Laudatio hielt die Sängerin und Fernsehmoderatorin Kim Fisher.

Nach Angaben der Stadtverwaltung kamen rund 650 Gäste zum Festakt anlässlich des Tags der Deutschen Einheit, darunter zahlreiche Fans aus ganz Deutschland. Das Bläser-Ensemble der Staatskapelle Weimar spielte unter anderem eine Instrumentalversion von „Jugendliebe“, dem bekanntesten Lied der Preisträgerin. Im Anschluss an die Verleihung trug sich Freudenberg in das Goldene Buch der Stadt ein.

Stadtratsvorsitzende Katrin Götz wandte sich direkt an die Sängerin: „Sie sind nicht nur eine großartige Sängerin. Sie sind eine fabelhafte Botschafterin unserer Stadt Weimar.“ Oberbürgermeister Peter Kleine bezeichnete den Weimar-Preis als höchste Auszeichnung der Stadt. Freudenberg habe Weimar nicht nur musikalisch geprägt, sondern ihre Verbindung zur Heimatstadt über Jahrzehnte bewahrt.

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Ute Freudenberg von Elefant bis zur Goldenen Henne

Freudenberg wurde am 12. Januar 1956 in Weimar geboren. Nach Darstellung der Stadt fiel ihr Talent mit 15 Jahren in einem Ferienlager auf; 1972 setzte sie sich bei einem Nachwuchswettbewerb durch und kam anschließend in die Fernsehsendung „Sechs Mädchen und Musik“. Nach dem Studium an der Franz-Liszt-Musikhochschule in Weimar gehörte sie 1976 zu den Gründungsmitgliedern der Rockband Elefant, mit der sie zwei LPs und zwölf Singles veröffentlichte.

In den 1980er-Jahren wurde sie viermal in Folge zur beliebtesten Sängerin des Jahres gewählt (DDR-Jugendmagazin Neues Leben). 1984 übersiedelte sie nach Düsseldorf, arbeitete als Studiosängerin und trat in Holland sowie auf Kreuzfahrtschiffen auf. 1988 sang sie unter dem Künstlernamen Heather Jones den Titelsong zum „Tatort – Pleitegeier“.

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1996 kehrte Freudenberg nach Weimar zurück, gründete die Ute-F-Live-Band und veröffentlichte die Alben „Land in Sicht“ (1997) und „Jubilee“ (1999). 1998 erhielt sie die Goldene Henne, 2008 das Bundesverdienstkreuz am Bande für ihr soziales Engagement. „Jugendliebe“ wurde 2005 zum „beliebtesten Osthit aller Zeiten“ gewählt. 2023 beging sie ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum.

Weimar-Preis mit 5000 Euro dotiert

Die Stadt vergibt den Weimar-Preis seit 1990 an eine Einzelperson, die sich um das geistig-kulturelle Ansehen Weimars verdient gemacht hat. Laut Satzung ist die Vergabe im Zweijahresrhythmus möglich; der Oberbürgermeister überreicht den Preis öffentlich am 3. Oktober im Rahmen einer festlichen Stadtratssitzung. Zur Auszeichnung gehören eine Urkunde, in diesem Jahr von Weimarer Künstlern gestaltet, und 5000 Euro.

Freudenberg selbst sagte nach der Überreichung: „Für mich schließt sich ein Kreis.“ Und weiter: „Ich danke von Herzen für den schönsten Preis, den meine Heimatstadt zu vergeben hat!“

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