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Vater von Messerattacken-Opfer bei Markus Lanz: „Fangt an, unsere Kinder zu schützen“

Michael Kyrath verlor seine Tochter vor zwei Jahren bei einer Messerattacke. Täter Ibrahim A. war immer wieder durch Gewaltdelikte aufgefallen. Nun stellt Kyrath Forderungen an die Politik.

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Bei Markus Lanz war am Donnerstag ein Vater zu Gast, der seine Tochter 2023 bei einer Messerattacke verlor.

Bei Markus Lanz war am Donnerstag ein Vater zu Gast, der seine Tochter 2023 bei einer Messerattacke verlor.

© Markus Hertrich/ZDF/dpa

Ein Vater, der seine Tochter im Januar 2023 bei der Messerattacke von Brokstedt verlor, hat in der ZDF-Sendung Markus Lanz klare Forderungen an die deutsche Politik gestellt. Michael Kyrath sagte in der Sendung von Donnerstagabend, er stehe mit mehr als 300 Elternpaaren in Kontakt, die ihre Kinder auf ähnliche Weise verloren hätten.

Was die Eltern eine, sei, dass es sich stets um dasselbe Täterprofil, Tatwerkzeug, den nahezu selben Tathergang und dasselbe Täterprofil handele. Darauf folgten dieselben Floskeln der Politiker. „Geschehen ist überhaupt gar nichts“, kritisierte er die deutsche Politik.

Vater: Bin als Hardliner bezeichnet worden

„Es geht hier um Menschenleben, es geht hier um Kinderleben und es geht um unser aller Kinder“, so Kryath in der Sendung weiter. Anschließend appellierte er an die ebenfalls anwesende Klara Geywitz (SPD): „Fangt an, unsere Kinder zu schützen.“

Als er sich an Politiker gewandt habe, mit der Frage, „wie es sein kann, dass so jemand nach nicht mal einem Jahr wieder auf freiem Fuß ist“, sei er als Hardliner bezeichnet worden. Jeder habe eine zweite Chance verdient, habe ein Politiker ihm gesagt. „Ich habe demjenigen dann angeboten, mich in Elmshorn zu besuchen und er kriegt einen Spaten in die Hand, kann meine Tochter ausgraben und ihr das gerne erzählen. Sie wird dafür bestimmt Verständnis haben“, so Kyrath.

Bei der Messerattacke am 25. Januar 2023 im Regionalzug Kiel–Hamburg wurden zwei Menschen im Alter von 17 und 19 Jahren getötet. Kyraths Tochter Ann-Marie war das jüngere Todesopfer. Weitere drei Personen wurden lebensgefährlich bis schwer und zwei Personen leichter verletzt.

Neue Migrationsdebatte nach Messerattacke von Aschaffenburg

Beim Täter handelte es sich um einen staatenlosen Mann, der 1989 im Gazastreifen geboren wurde. Sein Asylantrag wurde 2016 abgelehnt, er erhielt jedoch subsidiären Schutz. Von 2015 bis 2022 gab es zahlreiche Ermittlungsverfahren gegen ihn, zu den Tatvorwürfen zählten gefährliche Körperverletzung, Drogendelikte, sexuelle Belästigung, sexueller Missbrauch von Kindern und Vergewaltigung Widerstandsunfähiger. Im Mai 2024 wurde er zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. In der Folge der Tat erwiesen sich erhebliche Mängel in Kommunikation und Verwaltung der ausländerrechtlich beteiligten Behörden.

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Nach der Messerattacke von Aschaffenburg am vergangenen Mittwoch, bei dem ein zweijähriger Junge und ein Mann getötet wurden, wurde erneut über Migration und Abschiebungen diskutiert. Der mutmaßliche Täter afghanischer Staatsangehörigkeit war wegen eines von ihm selbst abgebrochenen Asylverfahrens ausreisepflichtig. Zudem war er wegen mehrerer Gewaltdelikte polizeibekannt. An diesem Mittwoch wurde daher ein Antrag der CDU zu einer schärferen Migrationspolitik angenommen.

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