Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten zum Warnstreik aufgerufen – betroffen sind vor allem Lager großer Handelsketten und Pharmahändler. Mit dabei sind nach Angaben der Gewerkschaft die Lagerstandorte von Edeka, das Rewe-Lager in Oranienburg, das Penny-Lager in Großbeeren sowie alle Metro-Märkte in der Region. Auch mehrere Pharmagroßhändler werden bestreikt.
Der Grund: In der ersten Tarifverhandlung hätten die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt, teilte Verdi mit. Damit will sich die Gewerkschaft nicht zufriedengeben.
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Kunden müssen sich nach Einschätzung des Handelsverbands Deutschland (HDE) keine Sorgen um leere Regale machen. „Uns liegen bislang keine Erkenntnisse etwa zu Ladenschließungen oder Ähnlichem bundesweit vor, sodass es heute zu keinen Beeinträchtigungen für die Kunden im Einzelhandel kommen wird“, sagte HDE-Tarifgeschäftsführer Steven Haarke der Deutschen Presse-Agentur.
Forderung nach 220 Euro mehr im Monat
Verdi verlangt für die mehr als 53.000 Beschäftigten in der Branche eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 220 Euro im Monat bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sollen nach den Vorstellungen der Gewerkschaft um 200 Euro steigen. In Berlin arbeiten den Angaben zufolge rund 33.000 Menschen im Großhandel, in Brandenburg etwa 20.000.
Verhandlungsführerin Franziska Foullong verwies auf die wirtschaftliche Lage der Beschäftigten. „Die Beschäftigten stehen vor der Perspektive niedriger Renten“, sagte sie. Zudem litten die Mitarbeiter unter den gestiegenen Lebenshaltungskosten. Kommissionierer und Kraftfahrer, die Gastronomie, Kitas und Seniorenheime belieferten, verdienten rund 2900 Euro brutto im Monat.
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