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Von 20 auf 8 Grad: Ab Donnerstag verschwindet Deutschland im Nebel – im Süden Europas droht die Flut

Wetter in Europa und Deutschland: Hoch Jurij bringt dichten Nebel, in Griechenland und der Türkei drohen bis Samstagabend über 140 Liter Starkregen.

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Dichter Nebel auf der Landstraße: Ab der Nacht zum Donnerstag rechnet der Deutsche Wetterdienst gebietsweise mit Sichtweiten unter 150 Metern. (Symbolbild)

Dichter Nebel auf der Landstraße: Ab der Nacht zum Donnerstag rechnet der Deutsche Wetterdienst gebietsweise mit Sichtweiten unter 150 Metern. (Symbolbild)

© Imago

Von Athen bis Antalya regnet es diese Woche in Strömen, nördlich der Alpen legt sich ein zähes Hoch über Deutschland. Der Deutsche Wetterdienst rechnet für die kommenden Nächte mit dichtem Nebel und Sichtweiten unter 150 Metern. Wo sich die Suppe tagsüber nicht auflöst, kommt das Thermometer kaum über 8 Grad.

Kaltfront zieht ab: Heute Regen im Südosten, Schnee auf der Zugspitze

Die Kaltfront von Tief Naomi hat in der Nacht den Westen überquert und zieht heute nach Südosten ab. Im Osten und Südosten regnet es zeitweise, am längsten am östlichen Alpenrand. Bis zum frühen Nachmittag hat das Regenband Deutschland verlassen, zwischen Saarland und Nordsee scheint dann häufiger die Sonne.

Die Höchstwerte liegen nur noch bei 10 bis 16 Grad: Frankfurt kommt auf 15, Köln und Hamburg auf 14, Berlin auf 13, München auf 12 Grad. Auf der Zugspitze fällt leichter Schnee.

Markante Gefahren erwartet der Wetterdienst heute nicht. An der Nordsee frischt der Westwind auf, auf Helgoland sind steife Böen möglich. Aktuelle Warnungen für jeden Landkreis zeigt das amtliche Warnportal.

Von 20 auf 8 Grad: Ab Donnerstag schluckt der Nebel das Land

Der milde Dienstag mit örtlich bis zu 20 Grad ist Geschichte. Ab der Nacht zum Donnerstag übernimmt Hoch Jurij, der Wind schläft ein, die Nächte werden klar und lang. In Flusstälern und Niederungen bildet sich dichter Nebel.

Wo er sich auflöst, scheint die Sonne bei 10 bis 14 Grad, am Niederrhein bis 16. Wo er liegen bleibt, ist bei 8 Grad Schluss. Für den Südwesten kündigt der DWD „gespenstisch zähen“ Nebel an, der bis ins Wochenende hält.

Ganz anders in den Alpen: Oberhalb der Nebeldecke bleibt es in den Hochlagen meist klar und sonnig. Kalt ist es dort trotzdem, auf der Zugspitze wurden am 24. Oktober schon minus 11,6 Grad gemessen.

Autofahrer sollten morgens mehr Zeit einplanen, zumal es seit der Zeitumstellung abends früher dunkel wird. Bei Sicht unter 50 Metern gilt Tempo 50, erst dann darf auch die Nebelschlussleuchte an.

Bis 140 Liter: Im Süden Europas rollt die nächste Regenflut

Während Deutschland trocken bleibt, bekommt der Südosten Europas das Wasser ab. Bis Samstagabend sind an der türkischen Ägäisküste rund um Bodrum und Marmaris mehr als 140 Liter pro Quadratmeter möglich, berechnet Meteorologe Dominik Jung für wetter.net.

In Antalya wird es ähnlich nass, auf Rhodos fallen über 100 Liter, im griechischen Volos über 130. Athen bekommt rund 60 Liter, der Großraum Istanbul 60 bis 90.

Das ist mehr als doppelt so viel wie in Deutschland im Schnitt im ganzen November fällt. Auf den trockenen Böden kann das Wasser kaum versickern, Sturzfluten und Schlammlawinen sind die Folge.

Wer in den Herbstferien nach Rhodos oder Antalya fliegt, muss mit Verspätungen und gesperrten Straßen rechnen. Enge Täler und Flussbetten sind bis zum Wochenende tabu.

Warmes Mittelmeer, starres Hoch: Darum ist Europa zweigeteilt

Das Mittelmeer ist für die Jahreszeit noch deutlich zu warm und liefert jedem Tief zusätzliche Energie. Auf Elba fielen am 20. Oktober örtlich bis zu 200 Liter, in Ligurien und im Piemont lösten die Regenmassen Erdrutsche aus, berichtet das Reiseportal Travelnews. Südlich des Alpenhauptkamms gingen zugleich enorme Regen- und Schneemengen nieder.

Vom Atlantik kam zuletzt ein Sturm nach dem anderen. Ein Bombenzyklon ließ in Frankreich rund 160.000 Menschen ohne Strom, beim Sturm „Manja“ am Sonntag wurden auf dem Brocken 139 km/h gemessen, auf der Zugspitze knapp 130.

Jetzt prallen die Fronten an einem Blockadehoch über Mitteleuropa ab. Das Hoch hält den Regen fern. Den Nebel hält es fest.

Zu trocken war der Oktober in Deutschland trotzdem nicht: Bis zum 26. Oktober fielen nach DWD-Daten 69 Liter, 121 Prozent des Solls.

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