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Wahl in Aue-Bad Schlema: CDU verteidigt Rathaus gegen Freie Sachsen

Marcus Hoffmann wurde zum Bürgermeister von Aue-Bad Schlema gewählt. Der CDU-Kandidat setzte sich in einem Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Stefan Hartung von den Freien Sachsen durch.

3 Min
Aue-Bad Schlema hat gewählt: Marcus Hoffmann (CDU) hat die Oberbürgermeisterwahl gewonnen.

Aue-Bad Schlema hat gewählt: Marcus Hoffmann (CDU) hat die Oberbürgermeisterwahl gewonnen.

© Jan Woitas/dpa

Knappe Wahl in Aue-Bad Schlema (Erzgebirgskreis). 52,7 Prozent der Wähler sprachen sich laut vorläufigem Wahlergebnis für Marcus Hoffmann aus. Stefan Hartung von den Freien Sachsen erreichte demnach 47,3 Prozent der Stimmen. Insgesamt waren 15.406 Bürger aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,7 Prozent.

Damit wird  Marcus Hoffmann die Geschicke der Erzgebirgsstadt für die nächsten sieben Jahre lenken. Der bisherige Amtsinhaber Heinrich Kohl von der CDU trat aus Altersgründen nicht erneut an.

Zunächst ging Stefan Hartung bei der Auszählung in Führung, doch dann wandte sich das Blatt. CDU-Kandidat Hoffmann konnte alle drei Briefwahllokale mit deutlichen Mehrheiten gewinnen.

In einer ersten Reaktion sprachen die Freien Sachsen angesichts des denkbar knappen Wahlergebnisses von „einem Erfolg, mit dem vor wenigen Monaten wohl keiner gerechnet hätte.“ Gleichzeitig kritisierte die Kleinpartei das Instrument der Briefwahl.

Briefwähler waren entscheidend

„Fast jede Stichwahl wird durch das Parteienkartell mit Briefwahlstimmen gedreht, bei denen niemand weiß, unter welchen Umständen diese abgegeben werden – insbesondere etwa in Alten- oder Pflegeheimen“, teilten die Freien Sachsen auf ihrem Telegram-Kanal mit. Man wolle sich im Erzgebirge auch weiterhin kommunalpolitisch verankern, hieß es außerdem von den Freien Sachsen, die vom Verfassungsschutz als „geischert rechtsetxreme Bestrebung“ geführt werden.

Stefan Hartung (Freie Sachsen) gewann den ersten Wahlgang mit großem Vorpsrung.

Stefan Hartung (Freie Sachsen) gewann den ersten Wahlgang mit großem Vorpsrung.

© Jan Woitas/dpa

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Auch Stefan Hartung zeigte sich enttäuscht: „Nachdem ich fast alle Wahllokale, teils haushoch, gewonnen habe, warten wir noch auf die Auszählung der Briefwahl. Da diese erfahrungsgemäß zugunsten der CDU ausgeht, zeichnet sich ein äußerst knapper Wahlsieg durch das Allparteien-Bündnis ab“, schrieb der Freie Sachse bereits vor Bekanntwerden des vorläufigen Wahlergebnisses auf Facebook.

Im ersten Wahlgang führten noch die Freien Sachsen

Nachdem Stefan Hartung den ersten Wahlgang am 10. Mai mit 29,0 Prozent überraschend für sich entscheiden konnte, rückte die Oberbürgermeisterwahl in Aue-Bad Schlema in den Fokus der nationalen und internationalen Medien. Die Sorge war groß, dass zukünfitg ein Rechstextremer die größte Stadt des Erzgebirges regieren könnnte. Selbst die „New York Times“ berichtete.

Marcus Hoffman kam im ersten Wahlgang mit 23,6 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von den Freien Wählern um Danny Weber mit 22,5 Prozent. Lars Bochmann von der AfD kam auf 18,5 Prozent. Weil im ersten Wahlgang keiener der Kandidaten die benötigte absolute Mehrheit von 50 Prozent erreichen konnte, wurde ein zweiter Wahlgang angesetzt, bei dem nur noch Hartung und Hoffmann antraten.

Der CDU-Kandidat wurde im zweiten Wahlgang von einem breiten Bündnis aus Linken, Freien Wählern, SPD und Grünen unterstützt. Die AfD sprach hingegen keine Wahlempfehlung aus.

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