Fußball

Wahnsinns-Aufholjagd bei Lustrinelli-Debüt: Union rettet Punkt gegen Frankfurt

Daran hatte kaum noch jemand geglaubt. Kurz vor Schluss lag Union Berlin noch mit zwei Toren hinten - in letzter Minute aber gelang doch noch der Ausgleich.

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Die Spieler vom  1. FC Union Berlin jubeln gegen Eintracht Frankfurt.

Die Spieler vom  1. FC Union Berlin jubeln gegen Eintracht Frankfurt.

© IMAGO/Andreas Gora

Der 1. FC Union Berlin geht mit einem Erfolgserlebnis aus dem ersten Spiel der neuen Saison in der Fußball-Bundesliga. Beim Liga-Debüt von Trainer Mauro Lustrinelli trennten sich die Eisernen vor 22.012 Fans im Stadion An der Alten Försterei mit 3:3 (1:2) von Eintracht Frankfurt, nachdem sie 1:3 hinten lagen.

Emmanuel Latte Lath hatte den 1. FC Union früh in Führung gebracht (3.), bevor Frankfurts Younes Ebnoutalib die Partie mit zwei Toren binnen weniger Momente drehte (10., 11.) und in der zweiten Hälfte den dritten Treffer nachlegte (67.). Leopold Querfeld traf in der Schlussphase zum Anschluss (79.). Tim Skarke glich in letzter Minute aus (90+2.) .

Lustrinelli überrascht mit Startelf

Lustrinelli hatte seine Elf mit drei Änderungen im Vergleich zum Pokalduell gegen Eintracht Braunschweig (4:2) ins Spiel geschickt. Ilyas Ansah, der kurz vor einem Wechsel zu Hull City steht und Köpenick in Richtung Premier League verlassen wird, gehörte nicht mehr zum Kader. An seiner Stelle begann Marin Ljubicic im Sturm für die Eisernen.

Außerdem überraschte der Schweizer Coach damit, dass er auf beiden Flügelpositionen wechselte: Statt Livan Burcu und Wooyeong Jeong ließ er Neuzugang Michel Aebischer auf der rechten und András Schäfer auf der linken Halbzehn auflaufen.

Start nach Maß und doppelter Schock

Union erlebte dann einen Start nach Maß, bei dem Stürmer Emmanuel Latte Lath in seinem ersten Bundesligaspiel gleich nach drei Minuten in der Lage war, eine Ecke, die Josip Juranovic getreten hatte, per Kopf im Tor unterzubringen.

Die Freude allerdings hielt nicht lange an. Ebenfalls nach einer Ecke gelang Younes Ebnoutalib erst der Ausgleichstreffer. Beim folgenden Anstoß für Union ließ Leopold Querfeld ein Zuspiel von Marin Ljubicic dann zu weit von seinem Fuß wegspringen. Ebnoutalib hatte den Braten gerochen, ersprintete den Ball und überwand Matteo Raab im Tor der Unioner.

Dabei aber beließ es Ebnoutalib nicht. Nachdem sich Union in der 2. Hälfte gerade etwas zu befreien begann, legte der 22-jährige Stürmer das 3:1 für die Eintracht nach.

Aufholjagd scheitert knapp

Union warf in der Folge noch einmal viel nach vorne, scheiterte aber immer wieder an Frankfurts Torwart Noah Atubolu. Dann aber bewiesen die Köpenicker erneut, was sie schon so lange stark macht: Und das sind Standardsituationen.

Erneut hatte Josip Juranovic die Ecke geschlagen. Und ausgerechnet Querfeld, der zuvor noch ein Tor verschuldet hatte, traf per Kopf zum 2:3. Und es kam noch besser für die Eisernen: In der Nachspielzeit kam die nächste Flanke in den Strafraum, Querfeld legte den Ball per Kopf weiter und Tim Skarke traf tatsächlich noch zum Ausgleich. Die Aufholjagd war erfolgreich.

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