Kita-Schließung

Waldkliniken Eisenberg müssen eigenen Kindergarten aufgeben

Ein Wasserschaden setzt dem Kneipp-Kindergarten der Waldkliniken Eisenberg ein Ende. Für 68 Kinder und 19 Beschäftigte wird nun nach einer Anschlusslösung gesucht.

OAZ
2 Min
Derzeit sind Kinder und Beschäftigte in einem Ausweichobjekt untergebracht - allerdings nur befristet.

Derzeit sind Kinder und Beschäftigte in einem Ausweichobjekt untergebracht - allerdings nur befristet.

© Sven Simon/Malte Ossowski/IMAGO

Die Waldkliniken Eisenberg im Saale-Holzland-Kreis müssen ihren traditionsreichen Kneipp-Kindergarten am bisherigen Standort aufgeben. Wie die Klinik mitteilte, ist ein erheblicher Wasserschaden aus dem vergangenen Jahr in dem über 80 Jahre alten Bestandsgebäude die Ursache. Ein von der Versicherung beauftragtes Gutachten habe einen Weiterbetrieb untersagt.

Betroffen sind 68 Kinder und 19 Mitarbeiter. Viele der Kinder stammen den Angaben zufolge aus Familien von Klinikbeschäftigten. Der Kindergarten besteht seit 1947; im Jahr 2005 wurde er vom Kneipp-Bund zertifiziert.

Die Kosten für einen Neubau bezifferte ein Kliniksprecher mit rund 2,1 Millionen Euro. Eine Finanzierung aus Eigenmitteln sei den Waldkliniken nicht möglich. Fördergelder stünden derzeit nicht zur Verfügung, da es im Freistaat Thüringen ein Überangebot an Kitaplätzen gebe. Allein in Eisenberg seien nach Angaben der Stadt mehr als 150 Kindergartenplätze frei.

Ausweichquartier nur befristet genehmigt

„Wir können den bisherigen Standort leider nicht dauerhaft fortführen“, sagte David Thies, Geschäftsführer der Waldkliniken Eisenberg. Gleichzeitig prüfe man konkrete Perspektiven in unmittelbarer Nähe der Klinik, um den Fortbestand des pädagogischen Angebots zu sichern.

Derzeit sind Kinder und Beschäftigte in einem Ausweichobjekt untergebracht. Dafür liegt nach Angaben der Klinik lediglich eine befristete Ausnahmegenehmigung bis zum 30. Juni 2026 vor. Die Waldkliniken haben eine Verlängerung beantragt, bis eine tragfähige Ersatzlösung gefunden ist.

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Die Klinik arbeitet eigenen Angaben zufolge eng mit der Stadt Eisenberg, dem Landkreis und nahe gelegenen Kindergärten an einer Lösung. „Die Stadt Eisenberg unterstützt die Gespräche mit anderen Kindergärten in unmittelbarer Nähe“, sagte Bürgermeister Michael Kieslich (CDU). Ziel sei es, für die betroffenen Familien und Mitarbeitenden eine Lösung vor Ort zu finden. Für die Eltern ist nach Klinikangaben ein außerordentlicher Elternabend geplant, an dem auch Vertreter anderer Kindergärten und Träger teilnehmen sollen.

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