Literatur

Walter-Bauer-Preis geht an Nancy Hünger

Die in Weimar geborene Lyrikerin und Prosaautorin bekommt 5000 Euro, das von InfraLeuna gestiftete Walter-Bauer-Stipendium erhält Tim Preuß.

2 Min
Walter-Bauer-Preis 2026: Nancy Hünger erhält die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung der Städte Leuna und Merseburg.

Walter-Bauer-Preis 2026: Nancy Hünger erhält die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung der Städte Leuna und Merseburg.

© Yvonne Berardi

Die Schriftstellerin Nancy Hünger erhält den Walter-Bauer-Preis 2026. Die Städte Leuna und Merseburg vergeben die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung seit 1994 alle zwei Jahre gemeinsam, wie die Stadt Merseburg mitteilte. Die öffentliche Verleihung findet am 4. November um 19.30 Uhr im Ständehaus Merseburg statt, im Rahmen der 16. Saalekreis-Literaturtage. Das von der InfraLeuna gestiftete Walter-Bauer-Stipendium geht an Tim Preuß.

Eine Jury hatte die Einreichungen gesichtet und ausgewertet. Der Stadtrat Merseburg beschloss die Vergabe am 2. Juli, der Stadtrat Leuna am 30. September. Der Preis erinnert an den Schriftsteller Walter Bauer, den die beiden Städte wegen seines Gesamtwerks, seiner Botschaft der Menschlichkeit und seines Bekenntnisses zum europäischen Geist zu den namhaften deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts zählen.

Nancy Hünger schreibt Lyrik, Prosa und Essays

Hünger wurde 1981 in Weimar geboren und studierte Kunst an der dortigen Bauhaus-Universität. Nach Stationen in Erfurt und Gotha lebt sie in Tübingen, wo sie seit 2022 das Studio Literatur und Theater der Eberhard-Karls-Universität leitet. Sie debütierte 2006 mit dem Gedichtband „Aus blassen Fasern Wirklichkeit“; zuletzt erschienen die Lyriksammlung „Ein wenig Musik zum Abschied wäre trotzdem nett“ (2017) sowie die Prosabände „4 Uhr kommt der Hund“ (2020) und „Wir drehen dem Meer unsere Rücken zu“ (2025). Ihr Werk erscheint in der Dresdner Edition Azur. Hünger versteht sich als Schülerin von Gisela Kraft und Wolfgang Hilbig.

Reisehighlights

Mehr

Als Themen ihres Schreibens nennen die Städte Liebe, Verlust, Selbstbehauptung und Resilienz und sehen darin Parallelen zum Werk Walter Bauers. Hünger war Stadtschreiberin in Jena und Tübingen, erhielt das Harald-Gerlach-Stipendium, eine Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung und zuletzt den Förderpreis zum Rainer-Malkowski-Preis, gemeinsam mit dem früheren Walter-Bauer-Preisträger Wilhelm Bartsch. Sie wurde in die Sächsische Akademie der Künste gewählt.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner