Landrat Thomas Müller hat der Stadt Waren (Müritz) am Donnerstag einen Fördermittelbescheid über 1.554.372,16 Euro übergeben. Das Geld stammt nach Angaben der Stadt aus einem Sondervermögen des Bundes; welches Programm genau dahintersteht, nennt die Stadt nicht. Waren sei die erste Kommune im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, die die ihr zustehenden Mittel abruft.
Die Stadtvertretung hatte am 8. Juli 2026 beschlossen, die Summe gebündelt in die Erschließung des dritten Bauabschnitts im Bebauungsplan 24A „Papenberg“ zu stecken. Dort sollen 46 Wohngrundstücke mit Größen zwischen rund 700 und 1400 Quadratmetern entstehen. Möglich sind laut Stadt sowohl Einfamilienhäuser als auch mehrgeschossiger Wohnungsbau.
Bürgermeister Norbert Möller wird in der Mitteilung so zitiert: „Mit den Fördermitteln können wir die notwendige Infrastruktur für den dritten Bauabschnitt schaffen und damit weitere Wohnmöglichkeiten am Papenberg entwickeln. Bei der Vermarktung wollen wir insbesondere für junge Familien neue Möglichkeiten schaffen.“
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MehrFür den Verkauf der Grundstücke entwickelt die Stadt nach eigenen Angaben ein Vermarktungsmodell, das verschiedene Formen der Unterstützung für junge Familien berücksichtigen soll. Wie diese Unterstützung konkret aussieht, ist noch offen. Die Vermarktung soll Ende 2026 beginnen.
Statt eines klassischen Spatenstichs setzten Landrat Müller, Bürgermeister Möller, Stadtpräsident Toralf Schnur, Landtagsabgeordnete Nadine Julitz und Max Schmidt vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gemeinsam einen Stein in den Gehweg des neuen Bauabschnitts. Müller nannte die Entscheidung der Stadt, die Mittel gebündelt für die Infrastruktur einzusetzen, eine gute Entscheidung.
Der Bebauungsplan 24A ist in den vergangenen Jahren schrittweise gewachsen. Im ersten Bauabschnitt entstand ein Kreisverkehr, im zweiten ein Wohngebiet, das inzwischen weitgehend vermarktet ist. Von 56 Grundstücken, die die Stadt 2024 öffentlich ausgeschrieben hatte, sind nach ihren Angaben 47 verkauft.
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Die festgesetzten Kaufpreise lagen dort zwischen 135 und 200 Euro je Quadratmeter, einzelne Grundstücke gingen im Höchstgebotsverfahren weg. Insgesamt habe die Stadt daraus rund 10,68 Millionen Euro eingenommen. Zusätzlich vergab sie zwei Erbbaurechte an die Stadtwerke Waren und die Wohnungsgesellschaft Wogewa.
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