Verbraucherpreise

Warum Schokolade so teuer ist: Ursachen für den starken Preisanstieg

Ein Stückchen Weihnachtsfreude – die dieses Jahr bitter schmeckt: Schokolade ist Weihnachten 2025 teuer wie nie. Obwohl Kakao auf dem Weltmarkt gerade wieder billiger ist.

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Trotz sinkender Rohstoffpreise geben die Hersteller von Schokoladenprodukten die Entlasung nicht an die Kunden weiter.

Trotz sinkender Rohstoffpreise geben die Hersteller von Schokoladenprodukten die Entlasung nicht an die Kunden weiter.

© Hendrik Schmidt/dpa

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, mussten Verbraucher im Oktober 2025 für Schokoladenprodukte im Schnitt 21,8 Prozent mehr bezahlen als ein Jahr zuvor. Besonders betroffen ist die klassische Schokoladentafel, deren Preis um 30,7 Prozent anzog. Schokoriegel und ähnliche Produkte verteuerten sich um 16 Prozent, Pralinen um 22,1 Prozent. Kekse blieben mit einem Plus von 1,7 Prozent vergleichsweise stabil.

Das Bundesamt verweist auf gestiegene Kosten für Zucker und Kakao als Hauptgründe. Die Erzeugerpreise für Zucker lagen 2024 mehr als doppelt so hoch wie 2020. Bei Kakao haben sich die Importpreise im April 2024 gegenüber dem Vorjahresmonat mehr als verdreifacht. Statistiker machen eine Knappheit auf dem Weltmarkt verantwortlich, insbesondere Missernten in Westafrika. Infolgedessen sanken die Kakaoimporte nach Deutschland: Von Januar bis September 2025 wurden 449.400 Tonnen eingeführt, das sind 16,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Trotz sinkender Rohstoffpreise keine Entlastung bei den Supermarktpreisen

Seit Herbst 2024 zeichnet sich jedoch eine Entspannung ab. Die Zuckerpreise fielen im Juni 2025 um 40,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, auch Kakao wurde im September 2025 um 4 Prozent günstiger importiert als im Vorjahresmonat. Dennoch spiegelt sich die Entlastung bislang nicht in den Supermarktpreisen wider. Die Verbraucherzentrale Hamburg kritisiert: „Obwohl die Rohstoffpreise für Kakao seit einem Jahr stetig sinken, wird Schokolade im Supermarkt immer teurer. Diese drastischen Preiserhöhungen trifft vor allem Menschen, die nicht so viel Geld haben.“

Trotzdem hat beispielsweise der Hersteller Lindt & Sprüngli weiterhin Erfolge zu verzeichnen. Die sogenannte „Dubai-Schokolade“ mit Pistazie sei in Deutschland die „stärkste Tafelschokolade im Markt“, wie das Unternehmen mitteilt. Der Verkaufspreis liegt bei zehn Euro für 150 Gramm. Als nächste Erfindung soll Schokolade im „Tokyo-Style“ in die Läden kommen – mit Matcha. Dies soll zunächst mit 1000 Tafeln zu je 15 Euro getestet werden.

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Die Entwicklung sticht im Vergleich zu den allgemeinen Verbraucherpreisen heraus. Während Schokolade im Oktober 2025 um 21,8 Prozent teurer wurde, stieg das Preisniveau insgesamt um 2,3 Prozent, Nahrungsmittel um 1,3 Prozent.

Alternativen bleiben preislich attraktiver: Gummibärchen, Kaugummis und ähnliche Produkte wurden im Oktober um 2,8 Prozent günstiger, Studentenfutter und Erdnüsse verbilligten sich um 3,2 Prozent. Äpfel verteuerten sich demgegenüber nur leicht um 0,2 Prozent.

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