Wahlpannen in Berlin

Wegen Wahlchaos: Berliner erstattet Anzeige gegen Michael Müller

Es bedürfe einer Nachprüfung wegen „mindestens grob fahrlässiger Wahlbehinderung, schadhaftem Eingriff und damit verbundenem Verdacht der Wahlmanipulation“.

Marie-Luise Grauel Team News mlg
2 Min
Noch ist nicht final geklärt, wie lange viele Berlinerinnen und Berliner am Sonntag warten mussten, bevor sie ihre Stimme abgeben konnten. In den Wahllokalen von Prenzlauer Berg waren die Schlangen besonders lang.

Noch ist nicht final geklärt, wie lange viele Berlinerinnen und Berliner am Sonntag warten mussten, bevor sie ihre Stimme abgeben konnten. In den Wahllokalen von Prenzlauer Berg waren die Schlangen besonders lang.

© dpa/Georg Hilgemann

Weil „Wählen ein hohes Grundrecht“ ist, will Schlesselmann mögliche, durch das Chaos entstandene, Nachteile von der Staatsanwaltschaft überprüfen lassen. In der Begründung für sein Vorhaben, die er den Juristen schickte, steht laut dem Bericht: Es bedürfe einer Nachprüfung wegen „mindestens grob fahrlässiger Wahlbehinderung, schadhaftem Eingriff in die Bundestagswahl und damit verbundenem Verdacht der Wahlmanipulation.“

Derzeit ist noch offen, wie viele Stimmzettel in der Hauptstadt genau fehlten, wie lange die Bürgerinnen und Bürger warten mussten und ob es rechtens war, auch nach 18 Uhr noch Stimmzettel anzunehmen. Letzteres ist vor allem deshalb problematisch, weil zu der Zeit schon Prognosen bekannt gegeben wurden, die die Spätwähler beeinflusst haben könnten. 

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Das Wahldesaster soll zunächst von den Verantwortlichen aufgeklärt werden. Anfechtungen der Wahl sind offenbar erst nach dem 14. Oktober möglich.  

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