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Weißes Haus: Melania Trump will russische und ukrainische Vertreter empfangen

Melania Trump will Vertreter Russlands und der Ukraine zusammenbringen. Das Weiße Haus spricht von einem „außergewöhnlichen Moment in der amerikanischen Geschichte“.

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Die First Lady der USA, Melania Trump. Sie soll im Ukraine-Krieg bereits eine lokale Waffenruhe vermittelt haben.

Die First Lady der USA, Melania Trump. Sie soll im Ukraine-Krieg bereits eine lokale Waffenruhe vermittelt haben.

© Mark Schiefelbein/AP

Die First Lady der USA, Melania Trump, will Vertreter Russlands und der Ukraine im Weißen Haus zusammenbringen. Das kündigte das Weiße Haus in einer Mitteilung an. „Dieses Ereignis stellt einen außergewöhnlichen Moment in der amerikanischen Geschichte dar“, heißt es darin.

Weitere Informationen, etwa wer konkret an dem Treffen teilnehmen soll oder wann es stattfindet, nannte das Weiße Haus zunächst nicht. Melania Trump hatte der Mitteilung zufolge zuvor eine örtlich begrenzte Waffenruhe in der südukrainischen Region Cherson vermittelt. Am Donnerstag, dem 5. November, wolle die First Lady um 11 Uhr Ortszeit (17 Uhr MEZ) eine Erklärung zu der Waffenruhe abgeben.

Waffenruhe in Oleschky

Die Feuerpause galt vom vergangenen Dienstag bis Sonntag in der russisch besetzten Stadt Oleschky und der umliegenden Region. Sie ermöglichte es laut Politico, humanitäre Hilfe bereitzustellen. Zudem konnten Anwohner evakuiert werden. Fast 800 Menschen verließen nach Angaben Melania Trumps die Stadt, wie das Nachrichtenportal berichtet.

Die Feuerpause war auf Oleschky und das umliegende Gebiet beschränkt. In anderen Teilen der Ukraine gingen die Kämpfe weiter. Einen Tag nach dem Ende der Waffenruhe griff Russland einen Ort in der Region Saporischschja an; der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem Angriff auf eine Schule, die für humanitäre Hilfe genutzt werde, und meldete mindestens 26 Tote.

Neue Verhandlungen geplant

Ukrainische Militärvertreter warfen russischen Truppen laut Politico zudem vor, die Waffenruhe genutzt zu haben, um ihre Stellungen zu verstärken und Munition aufzufüllen. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte Reuters zufolge, er habe keine konkreten Informationen über Truppenbewegungen. Anpassungen der eigenen Positionen während einer Feuerpause seien jedoch „gängige Praxis“. Es sei aus seiner Sicht davon auszugehen, dass auch die Ukraine entsprechend gehandelt habe.

Unterdessen sind neue Verhandlungen zwischen Moskau, Kiew und Washington geplant. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff kündigte am Montag auf der Plattform X an, dass sich Vertreter der drei Länder am 10. und 11. November in Abu Dhabi treffen sollen. Laut AFP bestätigte Russland die geplanten Gespräche. Witkoff sagte weiter, es seien in dieser Woche Gespräche in Brüssel zwischen US-Unterhändlern und Vertretern aus mehreren europäischen Ländern, darunter Deutschland, sowie der EU und der Nato geplant.

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