Rekordfang

Welsrekord geknackt? Angler zieht Riesenfisch raus – dann die große Überraschung

Weltrekord-Wels in Polen: Angler aus Mechernich fängt im Rybnik-Stausee einen 2,92 Meter langen Wels – denselben Rekordfisch wie bereits im Jahr 2025.

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Fast drei Meter Wels: Der Rekordfisch aus dem Rybnik-Stausee bei seinem ersten Fang im Oktober 2025. Im Oktober 2026 ging er erneut an den Haken – mit exakt derselben Länge. (Archivbild)

Fast drei Meter Wels: Der Rekordfisch aus dem Rybnik-Stausee bei seinem ersten Fang im Oktober 2025. Im Oktober 2026 ging er erneut an den Haken – mit exakt derselben Länge. (Archivbild)

© Polska Akademia Wędkarska

Oliver Schäfer aus Mechernich-Kallmuth in der Eifel hat den längsten Wels der Welt gefangen. 2,92 Meter, vermessen von der Jury eines Angelturniers im polnischen Rybnik.

Nur ist der Fisch kein Unbekannter. Derselbe Wels hält den Rekord schon seit Oktober 2025, mit exakt derselben Länge. Gewachsen ist er seitdem laut der Gazeta Rybnicka keinen einzigen Zentimeter.

Rekordwels in Rybnik: 30 Minuten Kampf im Sturm

Schäfer, 34, trat am 10. und 11. Oktober mit seinem niederländischen Angelpartner Kevin Cremers, 31, beim Turnier um den Puchar Mikado an. 70 Teams mit rund 150 Anglern aus ganz Europa waren am Rybnik-Stausee am Start, berichtet der Wochenspiegel aus dem Kreis Euskirchen.

Bei Wind mit 40 Kilometern pro Stunde hielt Cremers das Boot auf Kurs, Schäfer hatte die Großwels-Rute in der Hand. Dann kam der Biss.

Über eine halbe Stunde dauerte der Kampf. „Den holst du nicht mal so einfach mit dem Kescher aus dem Wasser“, sagte Schäfer dem Blatt.

292 Zentimeter: Wels passt kaum auf die Messmatte

Am Ufer passte der Wels gerade noch auf die drei Meter lange Messmatte. „Da kamen mir die Tränen“, erzählt Schäfer.

Als Cremers ihm zurief, er habe den Weltrekord, korrigierte er ihn: „Nein, wir haben den Weltrekord.“

Derselbe Weltrekord-Wels wie 2025

Zuerst gefangen hatten den Riesen die Polen Krzysztof Pyra und Adrian Gontarz, am 19. Oktober 2025 beim selben Turnier. Der Drill dauerte nach Angaben der Stadt Rybnik mehr als anderthalb Stunden.

Das Gewicht schätzten die Angler damals auf rund 130 Kilogramm, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete. Den bisherigen Rekord des Italieners Alessandro Biancardi aus dem Po übertraf der Fisch um sieben Zentimeter.

Dass Schäfer nun dasselbe Tier am Haken hatte, davon gehen die Turnierteilnehmer aus, wie der Sender TVP Katowice berichtet. Etwas dicker sei er geworden, schreibt die Eifeler Lokalzeitung.

Der Veranstalter Mikado Total Fishing nennt den Wels in einem Video einen „kosmischen Dinosaurier“. Und er hofft sinngemäß, dass dem Fisch bis zum nächsten Jahr der eine Zentimeter für einen neuen Rekord wächst.

Warum der Rekordwels nicht mehr wächst

Der Rybnik-Stausee ist das Kühlwasserbecken eines Kohlekraftwerks. Warmes Wasser galt lange als Turbo für das Wachstum von Welsen, Karpfen und Zandern.

Inzwischen heizt das Kraftwerk den See nach Angaben der polnischen Zeitung deutlich weniger auf, seit zwei Jahren friert er im Winter sogar zu. Ihr Fazit mit einem Augenzwinkern: Der Riese ist auf Diät.

Weltrekord-Wels – und trotzdem nur Platz zwei

Für den Turniersieg reichte der längste Wels der Welt nicht, gezählt wurde die Gesamtpunktzahl. Laut Ergebnisliste des Anglerverbands PZW Katowice landete das Duo mit 28.930 Punkten auf Rang zwei.

Die Sieger kamen auf 35.000 Punkte. Ihr längster Fisch maß 2,18 Meter.

Leer gingen auch die Rekordangler von 2025 nicht aus. Pyra und Gontarz zogen einen 2,80-Meter-Wels aus dem See, den „etwas kleineren Kumpel“ des Rekordfischs, wie das Rybniker Blatt schreibt.

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Wie offiziell ist der Wels-Weltrekord?

Der Weltverband IGFA führt Welsrekorde nach Gewicht. Eine offizielle Längenliste gab es zuletzt nicht, wie das US-Magazin Outdoor Life nach dem Fang 2025 berichtete.

Als längster je geangelter Wels gilt der Rybnik-Fisch deshalb vor allem in der Anglerszene.

„Der fängt immer so große Viecher“

Der Rekordwels schwimmt längst wieder im Stausee, die Turnierregeln schreiben das Zurücksetzen vor. Zu Hause empfing Ehefrau Kim ihren Mann mit einem Glückwunsch-Plakat.

Ihr Kommentar: „Ich bin ganz stolz auf ihn, aber der fängt immer so große Viecher.“

Den Drei-Meter-Wels, ihr eigentliches Ziel, haben Schäfer und Cremers verpasst. Den heißesten Kandidaten kennen sie jetzt persönlich. Ihm fehlen acht Zentimeter.

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