Zwei sächsische Universitäten haben im aktuellen QS World University Ranking by Subject herausragende Ergebnisse erzielt: Die Technische Universität Dresden (TUD) platziert sich in der Fächergruppe „Engineering and Technology“ unter den 100 besten Hochschulen weltweit, während die TU Bergakademie Freiberg (TUBAF) in gleich zwei Disziplinen den ersten Platz in Deutschland belegt.
Das Ende März veröffentlichte Ranking des britischen Dienstleisters Quacquarelli Symonds vergleicht insgesamt 6273 wissenschaftliche Institutionen in 55 Einzeldisziplinen. Bewertet werden unter anderem die wissenschaftliche Reputation, die Zitierhäufigkeit von Forschungspublikationen und die Ergebnisse weltweiter Arbeitgeberbefragungen.
Die TU Dresden konnte sich in der Fächergruppe „Engineering and Technology“ im Vergleich zum Vorjahr um drei Plätze auf Rang 94 verbessern. Besonders stark schneidet die Dresdner Universität in den Materialwissenschaften ab, wo sie weltweit Rang 35 erreicht. In Physik (Rang 100) und Bauingenieurwesen (Rang 51–100) gehört sie ebenfalls zu den 100 besten Hochschulen der Welt.
Im nationalen Vergleich zeigt die TUD eine bemerkenswerte Breite: In 13 von 22 bewerteten Einzeldisziplinen erreicht sie eine Top-10-Platzierung unter den 72 gerankten deutschen Hochschulen – darunter in mehreren ingenieurwissenschaftlichen Fächern, Architektur, Physik, Chemie, Informatik, Umweltwissenschaften, Forstwirtschaft und Mathematik. Keine andere Universität in den ostdeutschen Flächenländern erzielt laut Ranking derart viele Top-10-Platzierungen.
Freiberg: Spitzenplatz in drei Bereichen
Die TU Bergakademie Freiberg, die laut der Bewertungsplattform StudyCheck 2026 als Deutschlands beliebteste Universität in der Kategorie bis 5000 Studierende gilt, wurde in insgesamt sechs Fächern gerankt. In Geoingenieurwesen (Mining and Minerals Engineering) sowie in Bohrtechnik und Fluidbergbau (Petroleum Engineering) steht die TUBAF jeweils auf dem ersten Platz in Deutschland.
Die TU Bergakademie Freiberg: Die Bildungseinrichtung konnte insbesondere in Fachbereich Geologie überzeugen.
© Sebastian Münster/dpa
Erstmals wurde die Freiberger Universität auch im Fach Geologie bewertet – und schaffte auf Anhieb den Sprung unter die weltweit 200 bis 250 besten Hochschulen. Auch in Maschinenbau, Materialwissenschaften sowie Geologie und Geoökologie erzielte die TUBAF starke Ergebnisse.
Universitätsstandort Sachsen überzeugt im QS-Ranking
Das QS-Ranking bewertet Universitäten anhand mehrerer Kriterien, darunter die wissenschaftliche Reputation, die Zitierhäufigkeit von Forschungspublikationen und weltweite Umfragen unter Arbeitgebern zur Qualität der Hochschulausbildung. An der Spitze des Gesamtrankings steht das Massachusetts Institute of Technology (MIT), gefolgt vom Imperial College London und der Stanford University. Beste Hochschule im deutschsprachigen Raum ist die ETH Zürich auf Rang 7, beste deutsche Universität die Technische Universität München auf Rang 22.
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In Sachsen studieren derzeit rund 100.000 junge Menschen an vier Universitäten, fünf Kunsthochschulen, fünf Hochschulen für angewandte Wissenschaften und der Dualen Hochschule Sachsen mit sieben Standorten. Die Universität Leipzig ist mit knapp 30.000 Studenten die einschreibungsstärkste Hochschule des Freistaats, dicht gefolgt von der TU Dresden mit rund 28.000 Studenten. Größte Fachhochschule ist die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig.
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