In Berlin-Neukölln ist am Vormittag bei Kanalarbeiten eine Fliegerbombe entdeckt worden. Der Sprengsatz mit einem Gewicht von rund 100 Kilogramm wurde nach Angaben eines Polizeisprechers gegen 10.40 Uhr im Neuköllner Schifffahrtskanal zwischen der Teupitzer und der Treptower Straße gefunden. Der Fundort liegt nur wenige Querstraßen von der belebten Sonnenallee entfernt.
Die Polizei bereitet nach eigenen Angaben die Evakuierung eines Sperrkreises von 300 Metern rund um den Fundort vor. Wie viele Anwohner davon betroffen sind, werde derzeit ermittelt, sagte der Sprecher.
Sperrkreis soll ausgeweitet werden
Die Bombe sei inzwischen ans Ufer gebracht worden und werde dort von der Kriminaltechnik untersucht. Anschließend soll der Sprengsatz vor Ort entschärft werden. Der Bereich zwischen Teupitzer Straße und Treptower Straße wurde bereits weiträumig abgesichert, wie die Verkehrsinformationszentrale mitteilte.
Im Laufe des Tages soll der Sperrkreis für die Entschärfung ausgeweitet werden – nach Einschätzung der Polizei möglicherweise auf einen Radius von 500 Metern.
Einsatzkräfte stimmen sich mit Bezirksamt ab
Sollte diese Ausdehnung erforderlich werden, wären laut Polizei neben mehreren Wohnhäusern auch soziale Einrichtungen betroffen, darunter ein Pflegeheim sowie Schulen und Kitas. Bewohner müssten in diesem Fall ihre Wohnungen vorübergehend verlassen.
Die Einsatzkräfte stimmten sich am Mittwoch mit dem Bezirksamt Neukölln und der Berliner Feuerwehr über das weitere Vorgehen ab. Wann genau die Entschärfung beginnen soll und in welchem Umfang der Sperrkreis letztlich ausgeweitet wird, war zunächst offen.
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