Kein Dauerregen, kein Frost in der Fläche, bis zu 13 Grad: Noch hält ein Hoch das Wetter in Deutschland ruhig. Ab Montag wird es wechselhafter, dann kommt leichter Regen.
Für den Rasen ist das Wochenende damit eine der letzten Gelegenheiten für einen Schnitt vor dem Winter. Denn das Gras wächst noch, und wer es zu lang in die nassen Novemberwochen schickt, riskiert Pilzflecken und Moos im Frühjahr.
Wetter am Wochenende: Grau, aber ruhig
Sonnig wird es allerdings kaum. In Berlin und Brandenburg startet der Samstag laut der aktuellen Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes stark bewölkt und neblig, gelegentlich fällt etwas Sprühregen. Zum Mähen eignen sich deshalb die Mittagsstunden, wenn sich der Nebel lichtet.
Wer nasses Gras vorfindet, lässt den Mäher stehen und wartet auf die nächste trockene Stunde.
Im übrigen Deutschland sieht es ähnlich aus. Meist bleibt es stark bewölkt, teils neblig trüb, heiter wird es nur im westlichen Bergland und in den östlichen Alpen. Die Höchstwerte liegen zwischen 6 Grad im Südosten und 13 Grad im Nordwesten. In der Nacht zum Sonntag ist stellenweise leichter Frost möglich.
Warum der Rasen im Herbst weiterwächst
Rosen, Stauden und Hecken haben längst auf Winterruhe geschaltet. Gräser wachsen bei milden Tagestemperaturen weiter, nur eben langsamer als im Sommer.
Einen festen Stichtag für den letzten Schnitt gibt es deshalb nicht. Die Faustregel, die Ökotest nennt, ist simpel: Solange der Rasen wächst, wird gemäht. Alle zwei bis drei Wochen reichen jetzt.
Bleiben die Halme einfach stehen, drücken Regen und später Schnee sie platt. Darunter staut sich Feuchtigkeit, ein ideales Klima für Pilze. Die Folgen zeigen sich erst, wenn der Schnee weg ist.
Die richtige Schnitthöhe: vier bis fünf Zentimeter
Vor dem Winter sind vier bis fünf Zentimeter ideal. Kürzer sollte der Rasen nicht werden, denn die Halme schützen den Boden vor Kälte.
Wer im Sommer auf drei Zentimeter gemäht hat, stellt den Mäher jetzt eine Stufe höher. Das ist der häufigste Fehler beim Herbstschnitt.
Nur trockenes Gras mähen
Nasse Halme werden eher abgerissen als geschnitten. Die ausgefransten Spitzen färben sich braun und sind anfällig für Pilzbefall. Ein scharfes Messer ist deshalb jetzt wichtiger als im Sommer, weil sich der Rasen bei Kälte schlechter erholt.
Seit der Zeitumstellung wird es am Nachmittag früh dunkel, morgens liegt oft Tau. Das beste Zeitfenster liegt zwischen spätem Vormittag und frühem Nachmittag.
Noch ein Trick aus der Verbraucherzeitschrift: Den Rasen eine Stunde vor dem Mähen nicht mehr betreten. So richten sich umgeknickte Halme wieder auf.
Bei Frost bleibt der Mäher stehen. Gefrorene Halme brechen, die Schäden sieht man bis ins Frühjahr.
Schnittgut und Laub vom Rasen holen
Mulchen ist im Herbst keine gute Idee. Bei kühlem Wetter verrottet das Schnittgut kaum und liegt als nasse Schicht auf der Grasnarbe, Moos und Pilze haben dann leichtes Spiel.
Auch Laub sollte regelmäßig runter, sonst vergilbt das Gras darunter. Beim Rechen lässt sich gleich alter Rasenfilz mit herausziehen. Den Laubhaufen am besten in eine ruhige Gartenecke schieben, dort überwintern gern Igel.
Düngen: Das Fenster schließt sich jetzt
Wer noch düngen will, hat dafür nach Angaben des Verbrauchermagazins nur noch bis Ende Oktober Zeit, also genau bis zu diesem Samstag. Infrage kommt nur ein kaliumbetonter Herbstdünger.
Normaler Rasendünger schadet jetzt eher. Sein hoher Stickstoffanteil macht die Gräser anfälliger für Frostschäden.
Ist das schon der letzte Schnitt des Jahres?
Nicht zwingend. Bleibt der November mild und wächst das Gras weiter, darf es später noch einmal gekürzt werden. Die Tester halten die Tage nach der ersten Frostnacht für einen guten Termin für das finale Mähen, sofern der Rasen dann aufgetaut und trocken ist.
Der Schnitt am Wochenende bringt den Rasen trotzdem rechtzeitig auf winterfeste Länge. Was danach kommt, ist nur noch Feinarbeit.
Wann es im Frühjahr weitergeht
Die Winterpause endet, wenn das Thermometer konstant über zehn Grad steigt und die Nächte frostfrei bleiben. Wer im März zu früh loslegt, riskiert Frostschäden an den frisch geschnittenen Halmen.
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