Editorial

Wie der Staat die Früchte unserer Arbeit püriert

In Ostdeutschland hat Arbeit für viele einen hohen Stellenwert. Doch junge Leistungsträger blicken zu Recht ambivalent auf zusätzliches Engagement im Beruf.

3 Min
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) fordert von der arbeitenden Bevölkerung mehr Opferbereitschaft.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) fordert von der arbeitenden Bevölkerung mehr Opferbereitschaft.

© Peter Hartenfelser/Imago

Friedrich Merz sagt es, andere Spitzenpolitiker sagen es, auch viele Vertreter aus der Wirtschaft: Wir alle sollen mehr arbeiten, länger arbeiten, härter arbeiten. Nur so bleibe Deutschland wettbewerbsfähig, nur so sichern wir unseren Wohlstand. Ein Satz, der in Sonntagsreden gut klingt. Ein Satz, der mich als 30-jährigen Arbeitnehmer im Osten dieses Landes aber zunehmend ratlos zurücklässt. Denn die ehrliche Frage lautet: Wofür eigentlich?

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