TikTok-Stars

Wie in ihrem eigenen Film: Bene Schulz steigt bei den Elevator Boys aus

Bene Schulz verlässt die Elevator Boys: Der 25-Jährige will auf Deutsch singen. Was hinter dem Ausstieg steckt und wie es für die Boyband weitergeht.

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Noch zu fünft: die Elevator Boys bei den American Music Awards in Los Angeles. Bene Schulz verlässt die Gruppe nach fünf Jahren.

Noch zu fünft: die Elevator Boys bei den American Music Awards in Los Angeles. Bene Schulz verlässt die Gruppe nach fünf Jahren.

© Lisa OConnor/imago

Im Film wollte einer hinschmeißen. Jetzt passiert es wirklich: Bene Schulz verlässt die Elevator Boys. Nach fünf Jahren mit der Berliner TikTok-Boyband steigt der 25-Jährige aus.

Bekannt gegeben hat die Gruppe den Abschied in ihrem Podcast „Stuck in Elevator“, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet.

Das Timing ist bemerkenswert. Erst im August startete auf Prime Video ihr erster Spielfilm „Back to the 90s“. Darin droht einer Boyband das Aus, weil ein Mitglied aussteigen will. Ein Aufzug schickt die fünf daraufhin zurück ins Jahr 1995.

Ausgerechnet 1995. In dem Jahr verließ Robbie Williams Take That, der berühmteste Boyband-Ausstieg der Popgeschichte.

Warum Bene Schulz die Elevator Boys verlässt

Schulz will künftig auf Deutsch singen. Die Songs der Elevator Boys erscheinen auf Englisch. In den vergangenen Monaten sei der Wunsch nach deutschsprachiger Musik in ihm gewachsen, sagte er laut einer Mitteilung.

„Ich möchte meine Gefühle, Gedanken und persönlichen Erfahrungen in meinen eigenen Songs verarbeiten und mich dabei in meiner Muttersprache ausdrücken“, zitiert ihn t-online.

Einen Bruch mit den anderen schließt er aus. Seine Entscheidung sei „keine gegen die Elevator Boys, sondern eine für mich und meinen eigenen Weg“. Im Herzen werde er „immer ein Elevator Boy sein“.

Ganz neu kommt der Schritt nicht. Schon vorher hatte Schulz auf TikTok persönliche Einblicke gegeben und dabei auch kritisch auf seine Zeit in der Gruppe zurückgeblickt, berichtet Promiflash.

So reagieren die anderen Elevator Boys

Tim Schäcker, Julien Brown, Jacob Rott und Luis Freitag machen zu viert weiter. Leicht gefallen ist ihnen das nach eigener Aussage nicht.

„Als Bene mit uns darüber gesprochen hat, war das zunächst auch mit Unsicherheit verbunden, weil wir uns unsere Zukunft lange gemeinsam vorgestellt haben“, erklärten die vier. Am Ende stehen sie hinter ihm: „Aber am Ende ist uns allen wichtig, dass jeder von uns glücklich ist und seinen eigenen Weg gehen kann.“

Dabei war die Fünf mal Kalkül. „Fünfergruppen sind einfach sehr attraktiv für die ganze Bilddynamik, also haben wir gesagt: Wir müssen Fünf sein“, sagte Freitag 2024 im OMR-Podcast. Die Bilddynamik muss jetzt mit einem Gesicht weniger auskommen.

Vom Fahrstuhl-Clip zur Boyband

Angefangen hat alles 2021, mitten in der Corona-Pandemie, mit kurzen Videos in einem Aufzug. Laut dem Portal stand der in einem Frankfurter Parkhaus. Die Clips gingen viral, den Namen gaben ihnen die Fans.

Heute folgen dem gemeinsamen TikTok-Account rund 2,7 Millionen Menschen. Ein Fahrstuhl-Video mit Heidi Klum kam laut dpa-Filmkritik auf mehr als 50 Millionen Aufrufe.

Die fünf zogen in eine WG nach Berlin, landeten Werbedeals und Modeljobs. Bei „Germany’s Next Topmodel“ saßen sie als Gäste neben Klum, allerdings mit überschaubarer Wirkung, wie die Berliner Zeitung damals festhielt. Seit 2023 veröffentlichen sie als Boyband eigene Musik.

Wie es für die Elevator Boys weitergeht

Die vier zieht es nun verstärkt in die USA. Dort wollen sie neue Projekte angehen und sich ein internationales Publikum aufbauen. „Wir wollen weiterhin gemeinsam Musik machen und unseren Traum verfolgen, uns international als Pop-Artists zu etablieren“, erklärten sie.

Wann Schulz seinen ersten deutschen Song veröffentlicht, ist bislang nicht bekannt. Für Fans heißt das künftig: zwei Playlists statt einer.

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