Rund zwei Drittel der Bundesbürger halten den Mauerfall und die Wiedervereinigung für einen Glücksfall für Deutschland. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov in Kooperation mit dem Sinus-Institut hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. In Westdeutschland teilen 63 Prozent diese Einschätzung, in Ostdeutschland 67 Prozent.
Trotz der positiven Bewertung sehen viele Befragte weiterhin Distanz zwischen den beiden Landesteilen. Die Aussage, dass die Deutschen seit der Wiedervereinigung zu einer Nation zusammengewachsen seien, lehnen der Umfrage zufolge 57 Prozent der Ost- und 45 Prozent der Westdeutschen ab.
Kritik an Darstellung in Medien und Politik
Jeder zweite Befragte in Ost und West ist demnach der Ansicht, dass Unterschiede zwischen den Landesteilen in Medien und Politik übertrieben dargestellt werden. Jeweils mehr als drei Viertel der Befragten gaben an, der ständige Vergleich treibe die Menschen auseinander. Mehr als jeder Zweite in beiden Landesteilen meint zudem, Ost- und Westdeutsche seien sich ähnlicher, als gemeinhin dargestellt werde.
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Für die Erhebung befragte YouGov vom 23. Juni bis 3. Juli insgesamt 3143 Menschen online. Darunter waren 1573 Personen aus Ostdeutschland einschließlich Berlin sowie 1570 Personen aus Westdeutschland. (mit dpa)
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