Mehr als die Hälfte der Amerikaner nutzt die Social-Media-Plattform TikTok. Theoretisch könnte diese dort am Sonntag zwar abgeschaltet werden; doch wird das kommende Aus der Plattform immer unwahrscheinlicher. Sowohl die gerade noch amtierende Regierung um Präsident Joe Biden als auch sein Nachfolger Donald Trump zeigen wenig Ambitionen, die Abschaltung von TikTok durchzusetzen.
Seit Monaten wird über ein Ende der Plattform TikTok in den USA diskutiert. Die chinesische App ist zum Politikum geworden. TikTok gehört zum chinesischen Konzern Bytedance. Behörden warnen davor, dass die Regierung in Peking so an private Daten von amerikanischen Nutzern bekommen könnte.
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Der US-Sender NBC berichtet von anonymen Hinweisen aus Regierungskreisen, die ein TikTok-Aus zumindest am kommenden Sonntag unwahrscheinlich machen. „Amerikaner sollten nicht erwarten, dass TikTok am Sonntag plötzlich abgeschaltet wird“, sagt demnach ein anonymer Hinweisgeber. Joe Bidens letzter Amtstag würde somit nicht mit einem Aus der Social-Media-Plattform zusammenfallen.
Der Ball läge dann beim künftigen Präsidenten Donald Trump, der sich in der Vergangenheit zwar für eine Abschaltung der App starkgemacht hat, mittlerweile aber ebenfalls anders klingt. Im Juni vergangenen Jahres veröffentlichte Trump aber ein TikTok-Video, in dem er sagte, er wolle die App retten.
Sollte die am Sonntag geplante Abschaltung von TikTok tatsächlich vertagt werden, läge die Umsetzung dann in der Hand der kommenden US-Regierung. Der designierte Präsident Trump erwägt, TikTok per Dekret einen Aufschub von zwei bis drei Monaten einzuräumen, um möglicherweise einen Deal mit einem amerikanischen Käufer zu erzielen. Kommenden Montag wird Trump in sein Amt eingeführt.
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