In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Wolfsrudel zurückgegangen. Im Monitoringjahr 2025/26 seien 28 Rudel und vier Wolfspaare bestätigt worden, teilte das Landwirtschaftsministerium in Schwerin mit. Das seien drei Rudel weniger als im Zeitraum 2024/25.
In 25 der 28 Rudel habe es Nachwuchs gegeben, insgesamt seien 93 Welpen nachgewiesen worden. Besonders groß war den Angaben zufolge das Rudel am Bullowsee im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit 14 Tieren. Andere Rudel bestanden demnach nur aus drei Wölfen. Ein Wolfspaar lebte überwiegend in der Langenlehstener Heide in Schleswig-Holstein, hielt sich zeitweise aber auch in Mecklenburg-Vorpommern auf. Eine auf Rügen lebende Wölfin erfüllte laut Ministerium bislang nicht die Kriterien für einen residenten Einzelwolf.
Agrarminister Till Backhaus (SPD) erklärte, dank des Schnees Anfang 2026 hätten besonders viele Genetikproben gesammelt werden können, meist Urinproben, die sonst im Verborgenen blieben. In 21 der 28 Rudel – 85 Prozent – sei mindestens ein Elterntier genetisch bekannt gewesen, bei 61 Prozent beide Elterntiere.
Mehrere frühere Rudelgebiete ohne Nachwuchs
Nach aktueller Datenlage sind im laufenden Monitoringjahr 2026/27 mehrere frühere Rudelgebiete ohne eigenes Rudel, darunter Parchim, Grabow und Satow. Westlich der Autobahn 19 wurden nach Angaben des Ministeriums in diesem Jahr nur in Tarnow, Lübtheen und Massow Welpen nachgewiesen. Auch in Retzow-Jännersdorf, Lewitz, Jasnitz, Ruhner Berge, Glashütte und Kaarzer Holz gebe es derzeit keine Rudel.
Für das Monitoringjahr 2026/27, das noch bis Ende April 2027 läuft, wurden bislang 15 Rudel und drei Paare nachgewiesen. Die Datenerhebung sei allerdings erst zur Hälfte abgeschlossen, hieß es aus dem Ministerium.
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