Chinas Staatschef Xi Jinping hat US-Präsident Donald Trump zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit gratuliert. Xi habe die Botschaft im Namen der chinesischen Regierung und des chinesischen Volkes übermittelt, sagte Außenamtssprecherin Mao Ning am Montag in Peking. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua veröffentlichte dazu lediglich eine knappe Mitteilung. Der genaue Wortlaut des Schreibens wurde zunächst nicht bekannt.
Bemerkenswert ist vor allem, dass Peking die Glückwünsche überhaupt öffentlich machte. Nach Angaben der South China Morning Post werden Botschaften des chinesischen Präsidenten zum US-Unabhängigkeitstag gewöhnlich nicht bekannt gegeben. Ob Xi auch in früheren Jahren entsprechende Schreiben verschickte, die lediglich unveröffentlicht blieben, ist offen.
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China und USA ringen weiter um berechenbare Beziehungen
Die öffentliche Gratulation folgt auf mehrere diplomatische Bemühungen, die Beziehungen zwischen China und den USA zu stabilisieren. Washington und Peking streiten weiter über Handel, Technologie, Taiwan und den militärischen Einfluss im Indopazifik.
Bemerkenswert ist der Zeitpunkt auch deshalb, weil Trump den Kommunismus zum Auftakt der Jubiläumsfeiern als „tödliche Bedrohung der amerikanischen Freiheit“ bezeichnet hatte. China, das von der Kommunistischen Partei regiert wird, nannte er dabei nicht ausdrücklich.
Xi knüpft an Treffen im Mai an
Xi hatte Trump bereits bei dessen Besuch in Peking im Mai zum 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeit gratuliert. Damals erklärte er, China und die USA sollten Partner statt Rivalen sein. Beide Länder profitierten von Zusammenarbeit und verlören durch Konfrontation. Nach chinesischer Darstellung vereinbarten beide Präsidenten zudem, eine „konstruktive strategische Stabilität“ in den Beziehungen aufzubauen. Gemeint sind mehr Berechenbarkeit, begrenzte Konkurrenz und ein kontrollierter Umgang mit bestehenden Differenzen.
Die nun veröffentlichte Botschaft zum 4. Juli knüpft an diese Linie an. Sie passt zu Chinas Versuch, die Rivalität mit der Trump-Regierung einzuhegen, ohne die grundlegenden Konflikte zwischen beiden Staaten auszuräumen.
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