Der chinesische Präsident Xi Jinping ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in den USA eingetroffen. US-Präsident Donald Trump empfing ihn gemeinsam mit seiner Frau Melania am Mittwoch persönlich auf dem Militärflugplatz Joint Base Andrews bei Washington.
Xi und seine Frau Peng Liyuan wurden nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua bei ihrer Ankunft mit einer Zeremonie begrüßt, zu der eine Ehrengarde, ein 21-Schuss-Salut, die Nationalhymnen beider Länder und ein Überflug von Militärflugzeugen gehörten. Kinder überreichten Xi und Peng Blumen.
Laut dpa stehen unter anderem ein Empfang im Weißen Haus, bilaterale Treffen sowie am Abend ein Staatsbankett auf dem Programm.
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Xi: USA und China sollten keine Rivalen sein
Chinas Präsident sprach sich in einer schriftlichen Erklärung für eine stabile Beziehung zwischen den beiden Ländern aus. „China und die Vereinigten Staaten sollten Partner und keine Rivalen sein“, erklärte der chinesische Präsident laut Xinhua. Beide Länder sollten laut Xi eine Beziehung anstreben, in der Kooperation im Mittelpunkt stehe, der Wettbewerb begrenzt und Unterschiede beherrschbar seien und Frieden gewahrt werde.
US-Finanzminister Scott Bessent gab unterdessen bekannt, dass die bis November ausgesetzten zusätzlichen Zölle auf Importe chinesischer Waren um weitere zwei Monate aufgeschoben werden, wie dpa berichtet. Bessent erklärte demnach, beide Seiten hätten sich auf eine Verlängerung bis zum 10. Januar geeinigt. Die Vereinbarung wäre ursprünglich am 10. November ausgelaufen. Die Verlängerung solle „uns mehr Zeit geben, um zu sehen, was wir wirtschaftlich tun können“, sagte Bessent nach Angaben von Fox News. Aus China lag zunächst keine Bestätigung vor.
Bei den Gesprächen zwischen Trump und Xi am Donnerstag soll es nach Angaben von Reuters unter anderem um Handel, Technologie, Taiwan und den Iran gehen. Zu möglichen Streitpunkten gehören demnach Exportkontrollen für seltene Erden und Computerchips.
US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump begrüßen den chinesischen Präsidenten Xi Jinping und seine Frau Peng Liyuan bei deren Ankunft auf der Joint Base Andrews in Maryland.
© Alex Brandon/AP
Handel und Zölle im Fokus
Die Handelspolitik bleibt dabei ein zentraler Punkt. Der durchschnittliche US-Zoll auf Importe aus China lag im Juli bei 22,8 Prozent, berichtete die AFP unter Berufung auf Berechnungen des Penn Wharton Budget Model, eines Forschungsprojekts der US-Universität Pennsylvania.
China erhebt demnach einen allgemeinen Zollsatz von zehn Prozent auf US-Waren, für einzelne Bereiche gelten zusätzliche Abgaben. Peking und Washington verhandeln laut AFP über mögliche Zollsenkungen für Waren im Wert von jeweils rund 30 Milliarden Dollar.
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Auch die Künstliche Intelligenz dürfte bei den Gesprächen eine Rolle spielen. Reuters berichtete, dass die USA und China trotz ihres technologischen Wettbewerbs über eine stärkere Zusammenarbeit bei KI sprechen könnten.
„Sie sind sehr daran interessiert, mit uns über KI zu sprechen, weil die USA deutlich führend sind, China hinter uns liegt“, sagte Bessent laut Fox News. Nach Angaben des Senders schlug Bessent einen Mechanismus vor, über den sich beide Länder über KI-bezogene Sicherheitsvorfälle mit möglichen Auswirkungen auf die nationale Sicherheit informieren könnten.
Gleichzeitig bestehen erhebliche Differenzen. Reuters verwies insbesondere auf Chinas Beziehungen zum Iran, die US-Unterstützung für Taiwan sowie amerikanische Exportbeschränkungen für Technologie. Die AFP verwies zudem auf Chinas wichtige Rolle beim weltweiten Handel mit seltenen Erden. China hatte im vergangenen Jahr strenge Exportkontrollen für seltene Erden verhängt.
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