Eine WDR-Dokumentation, die am Montag ausgestrahlt wurde, widmet sich der Frage: „Wer kann Deutschland regieren?“ Der Film begleitet verschiedene Spitzenkandidaten der Parteien, so etwa den amtierenden Kanzler Olaf Scholz (SPD), die BSW-Vorsitzende Sahra Wagenknecht und Grünen-Kanzlerkandidaten Robert Habeck. In der Doku geht es um den Vertrauensverlust der Politik bei den Bürgern und wie ihm beigekommen werden kann.
Internes Meeting: Habeck vermutet Absicht hinter Reichweiten-Problemen
Sie erlaubt außerdem einen Einblick hinter die Kulissen des Wahlkampfs. In einem internen Meeting zu der Grünen-Werbekampagne mit Habeck berichtet ein Mitarbeiter von Reichweiten-Problemen bei Beiträgen der Grünen. Der Doku-Sprecher leitet die Szene nach einer Beschreibung von Schwierigkeiten des Wahlkampfs so ein: „Und es gibt noch ein Problem. Auffällig schwankende Resonanz in sozialen Medien. Die Grünen fragen sich, ob sie systematisch benachteiligt werden.“
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Der Mitarbeiter Habecks sagt, das Team habe in der vorigen Woche „ausgehend von einem Posting zur Einigung zwischen Israel und der Hamas und dann in den Folgetagen auch einen ungewöhnlich eklatanten Eindruck bekommen“ in Bezug auf die Reichweite bestimmter Beiträge in den sozialen Netzwerken. Der Subtext: Posts der Grünen werden nicht so häufig angezeigt und geklickt wie gewünscht. Die Einigung zwischen Israel und der Hamas wurde Mitte Januar getroffen, der Beitrag wird also etwa Ende Januar aufgenommen worden sein.
Robert Habeck kommentiert den Vorgang mit verschränkten Armen: „Ist das Zuckerbergs, wie soll ich sagen, neue Medienstrategie?“ Der Mitarbeiter entgegnet: „Zu befürchten ist das, und dann müssen wir damit umgehen.“ Habeck fragt, ob das eine allgemeine Strategie sei oder die Grünen härter treffe. Er habe es bei den anderen Parteien nicht sehen können, sagt der Mitarbeiter. „Ich würde das nicht auf die leichte Schulter nehmen“, antwortet Habeck. Dann regt er noch an, Kontakt zur Bundesnetzagentur oder zur Europäischen Union (EU) aufzunehmen.
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